Samstag, 09. Mai 2015, 15:12 Uhr

Patrick Mölleken ist der Star einer neuen ARD-Comedy-Serie

Patrick Mölleken zählt zu den Jungstars der hiesigen Fernseh- und Kinofilmszene. Ab 3. Juli ist er neben Cordula Stratmann in der neuen ARD-Comedy Serie ‘Die Kuhflüsterin’ zu sehen. Derzeit steht der 21-jährige Sympathicus für den Kinofilm ‘König Laurin’ in Südtirol vor der Kamera und hat dafür extra Reitunterricht genommen. Zeit, mit Patrick über den Stand der Dinge zu plaudern!

Patrick Mölleken ist der Star einer neuen ARD-Comedy-Serie

Du bereitest dich gerade auf den Dreh zu deinem neuen Kinofilm „König Laurin“ vor und nimmst Reitunterricht. Wie anstrengend ist das Training und sind schon Fortschritte erkennbar?
Reiten geht ordentlich in die Beine! (lacht) Es ist wirklich ganz schön anstrengend. Obwohl ich ziemlich sportlich bin, bekomme ich den Muskelkater nach jeder Einheit zu spüren. Dafür, dass ich das erste Mal wirklich auf einem Pferd sitze, schlage ich mich ganz gut. Abgesehen davon bereitet mir das Reiten selber und vor allem auch der Umgang mit dem Tier eine unglaubliche Freude. Mein vierhufiger Trainingspartner heißt Lapton und ich habe ihn in den letzten Wochen wirklich sehr in mein Herz geschlossen.

Der Film ist eine Hommage an die berühmte Alpensage von Zwergenkönig Laurin aus dem 13. Jahrhundert. Hattest du von der Sage zuvor schon gehört und was hat dich an dem Drehbuch so fasziniert?
Die Legende um den Zwergenkönig Laurin und das damit verbundene “Geheimnis” des Alpenglühens ist sehr bekannt. Umso verwunderter war ich, als ich erfuhr, dass die Sage bis dato noch nie verfilmt wurde. Das Drehbuch hat mich sofort fasziniert, weil es diesen jahrhundertealten Mythos mit der Geschichte eines Jungen verbindet, der sich mit lauter Vorurteilen konfrontiert sieht und lernen muss, an sich selbst zu glauben.

In welcher Rolle wirst Du in dem Film zu sehen sein?
Ich spiele Wittich, den Cousin und Widersacher des kleinen Theo und versuche mit allen Mitteln, meinen Onkel König Dietrich zu stürzen und dessen Thron einzunehmen. Ich bin nämlich der Überzeugung, dass nicht ihm, sondern meinem verstoßenen Vater die rechtmäßige Fu?hrung des Königreichs zugestanden hätte. Letzterer ist an seinem Scheitern innerlich zerbrochen. In meiner Rolle weiß ich ganz genau, was ich will und wie ich meine Ziele erreiche. Koste es, was es wolle.

Patrick Mölleken ist der Star einer neuen ARD-Comedy-Serie

Du wirkst privat eher wie der nette Schwiegersohn-Typ. Fällt es da schwer den Bösewicht zu spielen?
So etwas Nettes hat noch nie jemand zu mir gesagt! Da freue ich mich, dass mein gutes Benehmen endlich Wirkung zeigt (lacht). Spaß beiseite, es sind genau diese “bösen Rollen”, die mich reizen. Und was man gerne macht, fällt in der Regel nicht schwer. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch ein gewisses Potenzial an “Boshaftigkeit” in sich trägt – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger ausgeprägt. Dieses Potenzial zu wecken und auszuleben, ist genau das, was ich mir hier zur Aufgabe gemacht habe.

Derzeit laufen die Dreharbeiten in Südtirol an der Seite von Volker Zack als König Laurin und Rufus Beck als König Dietrich. Wie fühlt es sich an, Teil einer solchen prominenten Besetzung zu sein? Konntest du den Cast schon kennenlernen?
Ich habe mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Rufus und Volker gefreut. Im Gegensatz zum weiteren Cast habe ich die beiden bis dato leider noch nicht persönlich kennenlernen können. Wir sehen uns spätestens vor Drehbeginn in Südtirol. Unser gesamtes Team besteht aus hochqualifizierten Profis und ich freue mich schon sehr auf die gemeinsame Zeit.

Aufgrund deiner Drehs wirst du immer wieder für Wochen oder sogar Monate aus deiner vertrauten Umgebung gerissen. Wie hält man da am besten den Kontakt zu Familie und Freunden aufrecht?
Ganz so dramatisch ist es nicht. Oftmals komme ich ja auch zwischendurch wieder für ein paar Tage nach Hause und nicht jeder Dreh findet im Ausland statt. Ansonsten sind FaceTime, Telefon und WhatsApp hilfreiche Kommunikationsmöglichkeiten, um Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden zu halten.

Patrick Mölleken ist der Star einer neuen ARD-Comedy-Serie

Ab dem 3. Juli wirst du dann auch mit Cordula Stratmann und Simon Böer in der neuen ARD-Comedy Serie „Die Kuhflüsterin“ zu sehen sein. Was erwartet den Zuschauer und worauf dürfen sich deine Fans freuen?
Die Kuhflüsterin‘ Belinda Mommsen (Cordula Stratmann) ist Tierheilpraktikerin und verfügt über die besondere Gabe des Handauflegens, mit der sie jedoch nicht nur die Leiden ihrer tierischen Patienten erspürt, sondern auch gerne mal in die Körper ihrer Mitmenschen “hineinschaut”. Diese nicht ganz so legale Vorgehensweise und ihre ansonsten deutlich zu neugierige Art sorgen in dem scheinbar idyllischen Örtchen Oberbreitbach für ordentlich Turbulenzen. Ich spiele Belindas etwas durchgeknallten Sohn Thommy Mommsen und bereite meiner Mom eine Menge Kopfzerbrechen: Völlig verschossen in mein australisches Au-Pair Jill Cinnamon (Amrei Haardt), plane ich beispielweise schnurstracks, die Schule zu schmeißen und mit ihr nach Australien auszuwandern. Oder ich komme auf die ganz spontane Idee, meiner Angebeteten einen Heiratsantrag zu machen. Wäre da nicht Mama, die mir gerne mal einen Strich durch die Rechnung macht. Neben Hauskuh Mutti ist da dann noch unser neuer Nachbar und Ex-BKA-Cop Winnes Wöllner (Simon Böer), der ebenfalls nicht davor zurückschreckt, mit Belinda auf Konfrontationskurs zu gehen. In ihm finde ich jedoch einen wichtigen neuen Freund.

Patrick Mölleken ist der Star einer neuen ARD-Comedy-Serie

Cordula Stratmann ist vielen als Komikerin bekannt. Wurde während der Dreharbeiten viel gelacht?
Und wie!! Cordula ist wirklich eine ganz besondere Frau, die alleine schon mit ihrer Ausstrahlung für gute Stimmung sorgt. Das war während der Dreharbeiten schon früh morgens in der Maske deutlich spürbar. Sie ist unglaublich schlagfertig und um keinen Spruch verlegen. In manchen Szenen mit ihr musste ich mich ganz schön zusammenreißen, um nicht plötzlich loszulachen. Da blieb kein Auge trocken. Neben den lustigen Situationen haben wir in unserer Serie ‚Die Kuhflüsterin‘ auch
bewegende Mutter-Sohn-Momente geschaffen. Gerade dieser Kontrast beeindruckt mich an unserem Format. Cordula ist eine tolle Filmmama und es war eine schöne Erfahrung, gemeinsam mit ihr zu drehen.

Kuh- oder Pferdeflüsterer? Welches Tier ist dir durch deine Projekte mehr ans Herz gewachsen?
Ins Herz geschlossen habe ich beide Tiere. Nur muss ich ehrlicherweise sagen, dass die Bindung zum Pferd allein schon durch die Tatsache des gemeinsamen Reitens deutlich intensiver ist, als zur Kuh, die während der Szenen eben meistens für sich im Stall stand. Der Reitsport ist so unglaublich faszinierend, weil Pferd und Reiter in gemeinsamer Harmonie zusammenarbeiten müssen, damit alles stimmt. Gegenseitiges Vertrauen ist also Grundvoraussetzung. Neben dem eigentlichen Sport kommt hier z.B. aber auch noch das Satteln und vor allem die Pflege des Tieres dazu – vom Striegeln bis zum Auskratzen der Hufe. Viel gemeinsame Zeit, die von gegenseitiger Nähe geprägt ist.

Fotos: Matthias Zock, privat, SAT.1