Freitag, 15. Mai 2015, 11:40 Uhr

Germany's next Topmodel: Finale "in neuer Form" am 28. Mai

Wegen einer Bombendrohung musste ProSieben am Donnerstagabend die Final-Show von ‘Germany’s next Topmodel’ abbrechen. Zudem wurde am Abend ein verdächtiger Koffer in der SAP-Arena in Mannheim entdeckt, der sich jedich als harmlos herausstellte.

Germany's next Toopmodel: Finale wird am 28. Mai wiederholt

Inzwischen gibt es einen neuen Termin. Die Show soll am 28. Mai wiederholt werden. Das teilte der Sender auf Twitter mit. Unklar ist ob alle vier Kandidatinnen erneut antreten, oder die bereits abgewählte Katharina Wandrowsky erneut im Rennen ist.

Ursprünglich war auf diesem Sendeplatz ein Rückblick auf die aktuelle Staffel geplant. Aufgrund des kurzen Planungsvorlaufes wird der Sender eine andere, neue Form für das Finale wählen, als ursprünglich in Mannheim geplant. ProSieben-Geschäftsführer Wolfgang Link erklärte: “ProSieben ist seinen treuen Zuschauern und den Finalistinnen ein Finale schuldig. Am Donnerstag hatten wir in Abstimmung mit der Polizei leider keine andere Wahl, als das Finale abzubrechen. Ich möchte mich herzlich bei der Mannheimer Polizei und der Security der SAP-Arena bedanken, die besonnen und sicher die Arena evakuiert haben. Ich hoffe, dass die Polizei den Täter schnell findet.”

Der Sender dementierte umgehend Berichte über einen ominösen “Prinz Eisenherz”, einem Unbekannten, der erst im Publikum gesessen habe und dann hinter die Bühne gestürmt sei. ProSieben twitterte über den Mann “mit einer Frisur wie Prinz Eisenherz”: “Es gibt keinen Prinz Eisenherz”. Heidi Klum sei auch nicht aufgeregt mit lauten Rufen hinter die Bühne geflüchtet: “Heidi Klum hat die Halle sehr ruhig verlassen.” Auch die Polizei hatte eine Festnahme dementiert.

Ein Krisenstab aus Polizei und Security hatte gesten Abend entschieden, wie die Arena sicher evakuiert wird. Infos, wie die Zuschauer an ihre Garderobe und Taschen kommen, die sie bei ihrer Flucht aus der SAP-Arena zurückgelassen haben, soll es im Laufe des Tages auf der Homepage der Halle geben.

Ein Sprecher der Polizei Mannheim sagte, die Drohung sei um 21.07 Uhr telefonisch in der Halle eingegangen. Kurz darauf habe man an einer der Garderoben einen verdächtigen Koffer gefunden. Daraufhin habe der Veranstalter die Live-Sendung in Rücksprache mit der Polizei vorsichtshalber beendet, um eine Gefährdung der Besucher auszuschließen.

Polizeihauptkommissar Michael Klump erklärte, eine Frau habe bei ProSieben angerufen und damit gedroht, “dass in der SAP Arena während der Übertragung eine Bombe hochgeht”. Der verdächtige Koffer wurde gegen Mitternacht noch von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes untersucht. Später gab es Entwarnung: “So, wie es aussieht, war keine Bombe drin”, sagte ein Sprecher der Polizei Mannheim in der Nacht zum Freitag.

Ein Hallensprecher hatte zunächst technische Probleme als Grund genannt. “Wegen technischer Probleme kann das Top Model Finale heute nicht weiter gesendet werden”, hieß es anfangs auch auf einem Laufband, das der Sender ausstrahlte.

Germany's next Toopmodel: Finale wird am 28. Mai wiederholt

Viele Zuschauer ließen beim Verlassen der SAP Arena Jacken und Taschen auf ihren Plätzen zurück. Zahlreiche Mädchen standen nach der Räumung frierend ohne Jacken auf dem Parkplatz. Später wurden sie angewiesen, nach Hause zu gehen.

Einige Fans, die rund um der Halle standen, äußerten Unmut über die Evakuierung. Sie hatten den Eindruck, dass die Prominenten bevorzugt behandelt worden seien. Diese hätten die Bühne schon deutlich früher verlassen. “Wenn 10 000 Zuschauer verrecken, ist das nicht so schlimm wie bei den Promis”, sagte die 23-jährige Lisa Bollinger aus Ludwigshafen.

Andere zeigten Verständnis: “Man muss jetzt halt spontan sein”, sagte Julia Philips aus Travemünde (Schleswig-Holstein). “Alles ist ganz friedlich abgelaufen. Traurig sind wir schon, wir sind extra aus Travemünde angereist. Wir schlafen in Heidelberg und fahren dann wieder nach Hause.” Ann-Kathrin Kluge (23) aus Wiesloch sagte: “Ich schaue die Sendung sonst nicht und bin auch nicht traurig, dass wir gehen mussten.” (KT/dpa)

Fotos: ProSieben/Boris Breuer, Richard Hübner