Donnerstag, 21. Mai 2015, 11:41 Uhr

Anna Maria Mühe als Beate Zschäpe in ARD-Dreiteiler

Anna Maria Mühe spielt offenbar Beate Zschäpe. Unter großer Geheimhaltung entstand laut ‘bild.de’ in den letzten fünf Wochen in Berlin und Thüringen der erste Teil der dreiteiligen ARD-Mini-Serie ‘Heute ist nicht alle Tage’ (AT) über die rechtsradikale Terrorgruppierung NSU.

Anna Maria Mühe als Beate Zschäpe in ARD-Dreiteiler

Die junge Schauspielerin schlüpfte dabei in die Rolle der ‘NSU’-Anhängerin, die im ersten Teil im Vordergrund steht. So wird vor allem ihre Jugend und die Radikalisierung Zschäpes thematisiert, die nach dem Tod ihrer Mitstreiter mittlerweile Hauptangeklagte im Mordprozess des NSU-Trios ist. Der Regisseur Christian Schwochow hat sich dem schwierigen Thema angenähert und brauchte Monate, um die richtige Darstellerin für die Rolle zu finden.

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Am Mittwoch wurden die Drehs für den ersten Teil der Serie abgeschlossen, frühester Sendetermin dürfte nächstes Jahr sein. Gerade wurde auch bekannt, dass Anna Maria Mühe am 7. Juni den ‘Emder’-Schauspielpreis für herausragende schauspielerische Leistungen erhält. Den Regisseur kennt sie noch von der Produktion ‘Novemberkind’, die ihr zum großen Durchbruch verhalf. Zudem spielte sie in Filmen wie ‘Deckname Luna’ und ‘Was nützt die Liebe in Gedanken’ mit.

UPDATE: In den Hauptrollen spielen Albrecht Schuch als Uwe Mundlos, Sebastian Urzendowsky als Uwe Böhnhardt und Anna Maria Mühe als Beate Zschäpe. Der erste Teil dieser umfassenden Filmtrilogie beleuchtet die Geschichte und die Hintergründe des NSU (Nationalsozialistischen Untergrund). Im Mittelpunkt stehen Aufbau und Radikalisierung der rechten Szene seit Anfang der 90er Jahre, die zunehmende Gewaltbereitschaft im rechten Milieu sowie die Entstehung der Terrorzelle. Wie konnten sich drei jungen Menschen mit bürgerlicher Herkunft, die 1989 in einer Welt lebten, in der für ihre Generation gleichzeitig alles und nichts möglich schien, für den rechtsterroristischen Untergrund entscheiden?

In den kommenden Monaten entstehen die zwei weiteren Teile dieses brisanten Spielfilmprojekts. Diese erzählen das Phänomen aus Sicht der Opfer und der Ermittler. Teil 2 widmet sich der Geschichte der Opfer. Regie führt Züli Aladag nach einem Buch von Laila Stieler, basierend auf Motiven von “Schmerzliche Heimat”, den Erinnerungen von Semiya Simsek.

Teil 3 erzählt die Geschichte der Ermittler: Polizisten zwischen Verfassungsschutz, V-Männern und Staatsinteresse. Nach einem Buch von Jan Braren und Rolf Basedow.

Foto: WENN.com