Donnerstag, 21. Mai 2015, 16:51 Uhr

Eurovision Song Contest: Warum die Türkei jetzt doch irgendwie teilnimmt

Die Türkei ist jetzt doch beim ESC in Wien dabei – zumindest inoffiziell. Elnur Huseynov, der für Aserbaidschan mit der kraftvollen Ballade “Hour of the wolf” antritt, sieht sich auch als Vertreter der Türkei. In Wien ließ er sich jetzt sogar mit einer türkischen Flagge fotografieren.

Eurovision Song Contest: Warum die Türkei jetzt doch irgendwie teilnimmt

Huseynov ist ein aserbaidschanischer Sänger, der Aserbaidschan beim Eurovision Song Contest schon 2008 vertrat.

In der Türkei ist der 28-jährige sehr bekannt. Zuletzt gewann er die türkische Version der Casting Show “The Voice”. Elnur kennt die Türkei sehr gut und hat viel Zeit in Istanbul verbracht. Seine gefühlvolle Ballade “Hour of the wolf” mit der er beim Eurovision Song Contest antritt, hat er auch in türkischer Sprache aufgenommen und in Istanbul ein tolles Video dazu gedreht.

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Auch viele türkische Künstler haben in Youtube-Videos ihre Unterstützung aus der Türkei für Aserbaidschan und Elnur Huseynov bekundet. Darunter sind der Popstar Fettah Can, die Schauspielerinnen Fatma Toptas und Sebnem Bozoklu sowie ihr Kollege Alper Kul und viele andere.

Das Finale des Eurovision Song Contest findet am 23. Mai erneut ohne die Türkei statt. Der türkische Fernsehsender TRT erwägt zwar eine Rückkehr zum ESC in 2016, aber wie schon 2014 nimmt er 2015 nicht am europäischen Gesangswettbewerb teil. Häufig hatte die Türkei zuvor bei ihren Teilnahmen die begehrten 12 Punkte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten. Das liegt an den vielen türkischstämmigen Menschen, die in diesen Ländern leben.

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Fotos: Euromedia Company/Elena Volotova (EBU)