Freitag, 22. Mai 2015, 23:47 Uhr

Berlinerin brachte mit 65 Jahren Vierlinge zur Welt

Früher als erhofft sind laut RTL die erwarteten Vierlinge einer 65 Jahre alten Berlinerin auf die Welt gekommen. Für die Frühchen sehen die Ärzte Überlebenschancen.

Berlinerin brachte mit 65 Jahren Vierlinge zur Welt

Die erwarteten Vierlinge von Deutschlands ältester bekannter Mutter sind nach Informationen des Senders RTL da. Die Berlinerin Annegret R. wurde bereits am Dienstag per Kaiserschnitt von drei Jungen und einem Mädchen entbunden, teilte RTL-Sprecherin Heike Speda mit. Sie kamen in der 26. Schwangerschaftswoche in einem Berliner Krankenhaus auf die Welt, weil bei der 65-Jährigen die Wehen einsetzten, sagte Speda.

Jetzt ist die Englisch- und Russischlehrerin, die bereits 7-fache Oma ist, Mutter von insgesamt 17 Kindern. Nachdem sich ihre jüngste Tochter Lelia (9), laut Frau Raunigk, ein Geschwisterchen wünschte, ließ sich die Berlinerin in den vergangenen anderthalb Jahren mehrfach durch eine Eizellen- und Samenspende im Ausland künstlich befruchten – mit außergewöhnlichem Ergebnis. Die Schwangerschaft verlief unter den gegebenen Umständen und nach Aussage der betreuenden Ärzte erstaunlich problemlos.

Mehr: Diese 65-jährige siebenfache Berliner Oma ist schwanger mit Vierlingen

Die Kinder seien noch nicht voll entwickelt, hätten aber nach Angaben der Ärzte gute Überlebenschancen, hieß es von RTL. Die Babys – zwischen 655 und 960 Gramm schwer und zwischen 30 und 35 Zentimeter groß – liegen demnach im Brutkasten.

“Der Mutter geht es den Umständen entsprechend gut”, sagte Speda der Deutschen Presse-Agentur. Natürlich sei sie nach der Operation erschöpft. Aber es bestehe nach Einschätzung der Ärzte für sie kein Risiko.

Das Mädchen Neeta wurde als erstes geholt. Mit 30 Zentimetern und 655 Gramm ist sie die Kleinste der vier. Dann folgte der Größte der drei Jungen – Dries wog 960 Gramm und war 35 Zentimeter groß. Es folgten Bence mit 680 Gramm und 32 Zentimetern und Fjonn mit 745 Gramm und 32,5 Zentimetern.

Der Kölner Privatsender hat die Berlinerin exklusiv unter Vertrag. Nach der Geburt fanden bisher keine Dreharbeiten in dem behandelnden Krankenhaus statt, teilte der Sender mit. RTL wird zu gegebener Zeit in den Magazin- und Newsformaten berichten.
Bei entsprechendem Anlass wird der Sender auch weiterhin die zukünftige Entwicklung der Vierlinge begleiten.

Annegret R. hatte sich aus Eizell- und Samenspenden im Labor gezeugte Embryonen in der Ukraine einpflanzen lassen. Das Bekanntwerden der Schwangerschaft von Annegret R. sorgte im April bundesweit für Aufregung und auch Kritik. Viele Zuschauer und Leser warfen der 65-Jährigen Selbstsucht und Verantwortungslosigkeit vor. Auch Mediziner kritisierten die Entscheidung als immens riskant und gefährlich für Mutter und Kinder. Die Berlinerin hatte sich dagegen gewehrt: “Ich rede anderen Leuten nicht in ihr Leben rein, und ich erwarte, dass meins genauso akzeptiert wird.” Sie begründete ihre Schwangerschaft damit, dass ihre Tochter Lelia (10) sich sehnlichst ein Geschwisterchen gewünscht habe. (dpa/KT)

Unser Foto zeigt Annegret R. im November 2005 mit ihrer Tochter Lelia.Foto: Patrick Lux/Archiv