Mittwoch, 03. Juni 2015, 22:08 Uhr

XOV: Der Schweden-Shootingstar veröffentlicht Single "Lucifer"

XOV war auf besonderen Wunsch von Indie-Pop-Queen Lordeauf dem von ihr höchstpersönlich zusammengestellten Soundtrack zum Leinwandblockbuster „Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1“ vertreten. Der Mann wurde von den Trendscoutnasen bei MTV Buzzworthy mit dem Titel „Number 1 Must-Hear Pop Song 2015“ ausgezeichnet und von uns schon vor zwei Monaten gelobt.

XOV: Der Schweden-Shootingstar veröffentlicht Single "Lucifer"

Mit „Lucifer“ veröffentlicht der Stockholmer Shootingstar XOV nun die erste Single seines Debütalbums.

Über die Frage, ob sein ausgeprägter Hang zu Symbolen, Metaphern und Abkürzungen vielleicht mit seinen persischen Wurzeln zu tun hat, lässt sich nur spekulieren. Fest steht allerdings, dass sich Damian Ardestani alias XOV schon mit seinen ersten beiden Tracks, dem Soundcloud-Hit „Boys Don‘t Cry“ und dem „Die Tribute von Panem“-Beitrag „Animal“ innerhalb kürzester Zeit an die Spitzen sämtlicher Hotlists katapultierte, die dem skandinavischen Exzentriker schon bald die Visitenkarte des „Dark Horse Of Swedish Pop“ einbrachten. Mit dem unter der Ägide seines schwedischen Landsmanns, dem in Los Angeles beheimateten Producer Jonas „Kono“ Saeed (Jennifer Lopez, Nicole Scherzinger, Robin Thicke), entstandenen „Lucifer“ schickt XOV nun ein weiteres Outtake ins Rennen um den ersten echten Ohrwurm des Jahres.

Als Dark Pop bezeichnet XOV seinen atmosphärisch-abgedunkelten Crossover aus R’n‘B, Hip Hop, dezenten 80er Synth-Pop-Anleihen und schonungslos offenen Bekenntnissen aus der nicht immer ganz blütenweißen Outlaw-Vergangenheit eines ehemaligen Bad Boys, der sich seine Adrenalin-Kicks statt auf der Straße heute lieber in seiner Musik sucht. Während sich unzählige Acts in belanglosen VIP-Poolparty-Momentaufnahmen verlieren, nimmt XOV kein Blatt vor den Mund.

Mit Zeilen wie „Once upon a time, I was a fool/ too cool for school, gangster cruel/ blood in, blood out/ pull the trigger, no doubt“ demonstriert er, dass er es wirklich bitterernst meint und liefert sein autobiographisches Paradebeispiel dafür ab, welche Wege man lieber nicht gehen, welche Deals man nach Möglichkeit nicht unterschreiben sollte – die mit „Lucifer“. Harte Worte, verpackt in samtweiche Gänsehaut-Vocals. XOV lebt vom scheinbaren Widerspruch; vom Kontrast zwischen Hell und Dunkel, Härte und Einfühlsamkeit.

XOV: Der Schweden-Shootingstar veröffentlicht Single "Lucifer"

Beeinflusst von Kanye West, Bon Iver und Phil Collins beschreibt „Lucifer“ XOVs dunkle Seite, die der charismatische Sänger kürzlich dem i-D Magazine offenbarte: „Ich bewundere Leute, die einen guten Song schreiben können, der nichts mit ihrem Leben zu tun hat. In meinem Fall ist es so, dass ich in der Vergangenheit viel durchmachen musste, aber nie zur Therapie gegangen bin. Schon als Kind hatte ich diesen dunklen Spirit in mir. Würde ich keine Musik machen, würde mich diese Dunkelheit auffressen.“

Momentan arbeitet XOV zwischen Los Angeles und Stockholm an seinem kommenden Album sowie an Tourdates für Europa, UK und USA. Das offizielle Video zu “Lucifer” feiert pünktlich zur Veröffentlichung der Single Premiere. Bis dahin gibt es eine Hörprobe mit dem Lyric-Video!

Fotos: Hedvig Jenning