Sonntag, 07. Juni 2015, 12:53 Uhr

Jascha Rust im Interview: Die neue Serienrolle ist erwachsener

Jascha Rust verließ im letzten Jahr GZSZ, um sich neuen Herausforderunge zu widmen. Diese fand er in der wöchentlichen Serie ‘In aller Freundschaft’ und ist seit dieser Woche auch in der Krankenhausserie zu sehen. klatsch-tratsch.de sprach mit dem jungen Schauspieler, über sein neues Engagement und den Weggang von ‘Gute Zeiten, schlechte Zeiten’.

Jascha Rust im Interview: Die neue Serienrolle ist erwachsener

Bei GZSZ spielte er den wilden Zac, der die Soap mit verrückten Ideen auf Trab hielt. In der “Sachsenklinik” des MDR übernimmt er die Rolle des Kris Haas, der Sozialstunden ableisten muss. Im Interview verriet Jascha über seine neue Herausforderung: „Meine Rolle ist locker flockig. Er handelt aus dem Bauch heraus und denkt vor seinem Handeln nicht unbedingt nach. Er sieht alles einfach sehr locker. Ähnlichkeiten zu meiner Rolle bei GZSZ gibt es auf jeden Fall. Wobei ich sagen muss der Kris ist auf jeden Fall erwachsener. Die Rolle des Zac war ja z.B. sehr auf seinen eigenen Vorteil bedacht, so ist Kris Haas nicht. Er ist nicht egoistisch und reifer.“

Gedreht wird ‘In aller Freundschaft’ in Leipzig. Zur Zeit hat Jascha nur einen Drehtag in der Woche und nutzt die restliche Zeit sinnvoll: „Ich habe auf jeden Fall mehr Freizeit, ich drehe jetzt im Schnitt einmal die Woche. Bei GZSZ habe ich vier bis fünfmal die Woche gedreht. Natürlich lerne ich in meiner freien Zeit viel mehr Texte, der Beruf ist trotzdem jeden Tag präsent. Ich habe jetzt aber auch mehr Zeit mich weiterzubilden und Schauspielworkshops zu machen. Treffe Freunde, mache Musik, unternehme was schönes mit meiner Freundin oder mit meiner Familie. Eigentlich das, was jeder macht, wenn er mehr frei hat.“

Jascha Rust im Interview: Die neue Serienrolle ist erwachsener

Und obwohl er Gefallen an der sächsischen Metropole gefunden hat, wird der 24-Jährige erst einmal nicht von Berlin dorthin ziehen. „Ich fahre immer einen Tag vorher nach Leipzig, übernachte dort und drehe am folgenden Tag. Je nachdem wie spät es ist, fahre ich am selben Tag wieder zurück oder verbringe noch einen Tag dort. Für einen Drehtag in der Woche ziehe ich nicht nach Leipzig und von Berlin kommt man ja schnell hin. Knapp über eine Stunde fährt man mit dem Zug. Aber Leipzig ist eine schöne Stadt.“

Und obwohl Jascha jetzt natürlich mehr Freizeit hat, nimmt er hin und wieder auch andere interessante Jobs an. „Mit anderen Projekten ist das so eine Sache, man muss das gut managen. Aber klar nehme ich andere Projekte an, wenn es passt. Ich drehe Kurzfilme oder drehe mit Freunden kleine Filmchen. Aber ich muss auch sagen, auch bei einer wöchentlichen Serie ist das nicht immer einfach. ‘In aller Freundschaft’ hat natürlich Vorrang.“

Für die Zukunft hat Jascha noch einige Pläne und kann sich vorstellen, auch noch außergewöhnlichere Rolle anzunehmen. Sein Motto: Hauptsache nicht langweilig: „Ich mag keine glatten Rollen. Ob es am Ende nun der Serienmörder oder die Putzfrau ist, das ist mir egal.“

Jascha Rust im Interview: Die neue Serienrolle ist erwachsener

Zwar spielt Jascha nun in einer klassischen Krankenhausserie mit, kann diesem Umfeld aber im Privaten nichts abgewinnen, denn Arzt zum Beispiel war für ihn noch nie ein Traumberuf: „Ich kann Krankenhäuser nicht ausstehen. Wenn ich jemanden im Krankenhaus besuche, fühle ich mich direkt selbst krank. Ich wäre dafür echt nicht gemacht. Ich wäre ein schlechter Arzt und ein schlechter Pfleger, sowas habe ich einfach nicht drauf.“

Jascha hatte bereits als Kind schon einen ganz anderen Traumberuf. „Als Kind wollte ich Musiker oder Schauspieler werden. Und ja, ich hatte Glück und durfte tatsächlich Schauspieler werden. Ich wollte auch mal Fussballer werden, aber den Traum habe ich schnell verworfen.“ Das mit dem Traumberuf hat geklappt. (TT)

Fotos: MDR/Saxonia/Wernicke