Sonntag, 07. Juni 2015, 19:23 Uhr

Superstar Tom Hardy: 10 Fakten, die man (möglicherweise) noch nicht kannte

Britenstar Tom Hardy (37) hat in den letzten Jahren eine rasante Karriere als Schauspieler hingelegt. Der Sohn eines Londoner Comedy-Autors und einer irischen Mutter gehört mittlerweile zur Spitzenriege Hollywoods.

Superstar Tom Hardy: 10 Fakten, die man (möglicherweise) noch nicht kannte

Vielen Kinogängern wird Hardy vermutlich erstmals in dem Blockbuster ‘Star Trek: Nemesis’ (2002) als Filmbösewicht Shinzon aufgefallen sein. Andere könnten durch seine Rolle des ‘Handsome Bob’ in Guy Ritchie’s englischer Gangsterkomödie ‘Rock N Rolla’ (2008) oder als Eames in dem mit vier Oscars ausgezeichneten Science-Fiction-Thriller ‘Inception’ (2010) von Regisseur Christopher Nolan (44) Bekanntschaft mit ihm geschlossen haben. Heute kommt jedoch keiner mehr an dem talentierten, gutaussehenden und charmanten Briten vorbei.

Seit dem 14. Mai kann er – wie berichtet – in dem Actionfilm ‘Mad Max: Fury Road’ in der Hauptrolle des Max Rockatansky bewundert werden. Aber das ist noch längst nicht alles, denn Tom Hardy wird in nächster Zeit noch häufiger auf Kinoleinwänden auftauchen: Seit Donnerstag ist der Hollywoodstar in dem historischen Thriller ‘Kind 44’ zu sehen, der auf dem gleichnamigen Roman von Tom Rob Smith beruht.

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Weiterhin wird er ab dem 22. Oktober in dem Gangsterdrama ‘Legend’ gleich doppelt auftauchen: Nämlich als die berühmten Gangster-Zwillinge Reginald und Ronald Kray. Und natürlich nicht zu vergessen: Der Schauspieler wird in Elton Johns Biopic ‘Rocketman’ die Hauptrolle spielen. Wann dieser Streifen in die Kinos kommt, ist noch nicht bekannt. Alle Tom Hardy-Fans werden also in Zukunft voll auf ihre Kosten kommen. Grund genug, hier 10 wissenswerte und interessante (Fun-)Facts über den Schauspieler zu präsentieren, die man möglicherweise noch nicht kannte.

1. Tom Hardy lässt sich völlig auf seine Rollen ein
Zuallererst ein Fakt, der viele vermutlich nicht überraschen wird: Der Schauspieler hat eine unglaubliche Passion für seinen Beruf und lässt sich dementsprechend auch vollkommen auf seine Rollen ein. Und das mit einer solchen Hingabe, wie es nur wenige können. Das bedeutet natürlich auch eine entsprechende körperliche Transformation, wenn es die jeweilige Rolle erfordert. Als Vorbereitung für die Verkörperung des berühmten Häftlings Charles Bronson in dem Streifen ‘Bronson’ (2008) soll Hardy angeblich 2.500 Liegestützen täglich gemacht haben.

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Und diese Prozedur musste er sogar zum zweiten Mal durchlaufen, weil der Film eigentlich schon für 2007 geplant war, da doch nicht realisiert wurde und er in dieser Zeit alle seine Muskeln wieder verlor.

Auch für seine Rolle des Boxers Tommy Conlon in ‘Warrior’ (2011) musste er sich erneut eine entsprechende Figur antrainieren. Dafür soll er für insgesamt drei Monate sieben Tage die Woche täglich zwei Stunden normales Boxtraining, zwei Stunden Thaiboxen und zwei Stunden Gewichtheben absolviert haben. Und auch für seine Rolle als Bösewicht Bane in ‘The Dark Knight Rises’ (2012) legte er erneut 30 Pfund Muskelmasse zu.

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2. Er ist ein Tattoo-Fan
Tom Hardy ist ein bekennender Tattoo-Fan und fügt seinem Körper bereits seit 20 Jahren regelmäßig neue Kunstwerke hinzu. Sein erstes Tattoo ließ er sich mit 15 Jahren stechen: Seitdem prangt ein kleiner kämpfender Kobold auf seinem rechten Bizeps. Den ließ er sich zu Ehren der irischen Herkunft seiner Mutter stechen. Und die soll Medienberichten zufolge geweint haben, als sie es herausfand. Aber nicht vor Rührung, wie die meisten jetzt denken mögen! Aber das hinderte Hardy nicht daran, seine Tattoo-Kollektion regelmäßig zu erweitern. Seiner ersten Frau Sarah Ward (30), mit der er von 1999 bis 2004 verheiratet war, widmete er ein Drachen-Tattoo, weil sie im chinesischen Jahr des Drachen geboren ist. Natürlich hat er das später bereut, wie er in einem Interview auch verriet. Zu seiner Vorliebe für die Hautmalerei erklärte er außerdem: “Jedes Tattoo steht entweder für einen bestimmten Zeitabschnitt in meinem Leben oder einen Freund, den ich verloren oder neu gefunden habe…Ich bewerte mich am Ende eines Abschnitts selbst mit allem, was ich durchgemacht habe. Als ich noch auf die Schauspielschule ging, hat man mir dort erzählt, dass ich keinen Job kriegen würde, wenn ich ein Tattoo habe aber ich arbeite, also lasse ich mir bei jedem neuen Job ein weiteres Tattoo stechen.”

https://instagram.com/p/bdZryxQRqo/?taken-by=thomashardy_

3. Mit Tom Hardy konnte es früher am Filmset auch mal zu kleineren Rauferein kommen
Früher war der Schauspieler am Filmset unberechenbar. Da konnte es das ein oder andere Mal auch zu kleineren Rauferein kommen. Vor einigen Jahren wurde Hardy für das französische Magazin ‘Premiere’ darauf angesprochen und gefragt, ob er einem Schauspieler, der am Anfang seiner Karriere steht, raten würde, sich mit dem Hauptdarsteller zu prügeln, weil der böse Dinge über einen gesagt hat. Seine Antwort darauf lautete: “Ich habe ihn nicht geschlagen. Ich habe ihm [nur] eine geklatscht. Ich wollte keine Narbe auf seinem Gesicht hinterlassen.” Und erst vor ein paar Jahren gab es das Gerücht, zwischen ihm und Shia LaBeouf (28) soll es am Set zu dem Film ‘Lawless’ (2012) zu Unstimmigkeiten gekommen sein. Hardy hat diese Spekulationen aber in Interviews regelmäßig runtergespielt: “Wir haben nur miteinander rumgealbert. In dem Film musste Shia sich von einem netten jungen Mann in einen äußerst derben, plumpen Typen verwandeln und ich hatte gerade den Streifen ‘Warrior’ abgedreht und wir haben immer Kämpfe nachgestellt und herumgealbert. Also ja, er hat mir so einen kleinen Schlag verpasst. Er ist ein großer Junge.”

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4. Was das männliche Geschlecht anbetrifft, hat der Schauspieler offenbar schon mal “herumexperimentiert”
Einigen Kinogängern könnte Tom Hardy erstmals in der Gangsterkomödie ‘Rock N Rolla’ (2008) von Regisseur Guy Ritchie (46) über den Weg gelaufen sein. Da verkörperte er ‘Handsome Bob’, Mitglied einer Gang und ein heimlicher Homosexueller, der in den von Gerard Butler (45) verkörperten Charakter ‘One Two’ verliebt war. Vor ein paar Jahren wurde der Schauspieler dazu befragt, ob er jemals sexuelle Beziehungen zu irgendwelchen Männern hatte. Wie für ihn typisch, nahm er auch zu diesem Thema kein Blatt vor den Mund, antwortete jedoch etwas schwammig: “Klar hatte ich das. Ich bin ein Schauspieler, verdammt noch mal. Ich bin ein Künstler. Ich habe mit allem und jedem gespielt. Ich bin in sexueller Hinsicht jedoch nicht an Männern interessiert. Ich mag die Form und die Körperlichkeit, aber der Teil mit dem schwulen Sex gibt mir nichts.” Mit Homosexualität hat er aber generell kein Problem. In einem früheren Interview erklärte der Schauspieler sogar, das er sich “ziemlich feminin” fühle und ganz und gar kein “harter Mann” sei. Eine erstaunliche Aussage für jemanden, der überwiegend für seine sehr “männlichen” Rollen bekannt ist…

Superstar Tom Hardy: 10 Fakten, die man (möglicherweise) noch nicht kannte

5. Tom Hardy ist ein Romantiker
Bei diesem Punkt werden sicherlich die Herzen einiger Damen dahin schmelzen: Der Schauspieler glaubt nämlich an die Liebe auf den ersten Blick. Das hat er bereits mit seiner ersten Gattin Sarah Ward bewiesen, die er 1999 drei Wochen nach ihrem ersten Treffen in Covent Garden (London) heiratete. Bei seiner zweiten Frau, der britischen Schauspielerin Charlotte Riley (33) ließ er sich mit der Ehe jedoch ein bisschen mehr Zeit. Das Paar verlobte sich 2010, heiratete aber erst im Juli 2014. Trotz seiner romantischen Ader ist es vermutlich unwahrscheinlich, dass man ihn in nächster Zeit in einer romantischen Komödie bewundern kann. Seine Beteiligung an dem weniger erfolgreichen Streifen ‘This Means War’ (‘Das gibt Ärger’, 2012) neben Chris Pine (34) und Reese Witherspoon (39) hat bei ihm nämlich “deutliche Spuren” hinterlassen, wie er einmal in einem Interview dazu erklärte.

6. Der Schauspieler war früher Alkohol-, Crack- und kokainabhängig
Tom Hardys Schauspielkarriere wäre beinahe schon beendet gewesen, bevor sie so richtig begann. Der Schauspieler war nämlich mit Mitte 20 Alkohol-, Crack- und kokainabhängig und hätte dabei angeblich fast sein Leben eingebüßt. Seine inneren Dämonen beschrieb er in einem früheren Interview einmal als einen “400 Pfund großen Gorilla, der in der Dunkelheit meiner Seele herumrennt.” Der Schauspieler unterzog sich jedoch glücklicherweise rechtzeitig einer Therapie und ist seit 2003 sauber. Seine Enthaltung sah er seitdem jedoch nie mehr als gegeben an.

Superstar Tom Hardy: 10 Fakten, die man (möglicherweise) noch nicht kannte

Außerdem hätte Hardy fast eine kriminelle Karriere eingeschlagen. Mit 17 Jahren wäre er beinahe für eine lange Zeit im Gefängnis gelandet. Glücklicherweise setzte sich aber der Vater des Freundes, mit dem er die Tat begangen hatte (ein britischer Diplomat), für ihn ein: “Wir hatten den Mercedes seines Vaters gestohlen und wurden in Kensington [von der Polizei] angehalten. Ich hatte eine Pistole bei mir. Es war schrecklich. Ich habe nicht gewusst, in wie vielen Problemen ich steckte”, so Hardy in einem früheren Interview.

7. Mit seinen Erfahrungen will er jetzt anderen helfen
Zu seinen Suchttendenzen erklärte der Schauspieler einmal: “Was ich habe ist eine wahllose Sache, wie eine Gewehrkugel. Wenn man Alkoholiker ist, dann ist es einfach so.” Bei dieser Gelegenheit machte er seine Drogensucht auch für das Auseinanderbrechen seiner ersten Ehe mit Sarah Ward verantwortlich. Mit seinen Erfahrungen aus dieser Zeit möchte er jetzt anderen Personen mit den gleichen Problemen helfen. Deshalb unterstützt der Schauspieler auch diverse Wohlfahrtsorganisationen, wie beispielsweise ‘Flack’, die sich um Obdachlose in Cambridge kümmert. Außerdem ist er ein begeisterter Unweltschützer und Botschafter der ‘Prince’s Trust’-Jugendorganisation, deren Vorsitzender Prinz Charles (66) ist.

8. Er hatte einmal einen Plattenvertrag als Rapper
Ja, es ist tatsächlich wahr: Tom Hardy wollte einmal als Rapper durchstarten! Obwohl letztendlich aus seiner heiß ersehnten Hip-Hop-Karriere nichts wurde, konnte der Schauspieler als Jugendlicher zumindest einen Plattenboss so beeindrucken, dass es ihm einen Plattenvertrag einbrachte. Und das nicht bei irgendeinem Mann, sondern dem, der auch die ‘Fugees’ managte. Er sollte dabei für ein paar Alben mit den Grammy-ausgezeichneten Produzenten Warren Riker und Gordon Williams zusammenarbeiten. Seinen eigenen Rap-Künsten steht Tom Hardy mittlerweile sehr kritisch gegenüber, wie er in einem Interview verlauten ließ. Deshalb war es für ihn auch klar, dass es mit einer Musikkarriere nicht klappen werde: “Ich komme aus einer netten bürgerlichen Wohngegend. Es war sehr hart, den Rap authentisch zu verkaufen. Und ich war außerdem auch nicht gerade sehr gut darin!”

Wer sich selbst ein Bild von den Rapkünsten des Schauspielers machen möchte, sollte sich unbedingt das nachfolgende (süße) Video anschauen. Darin sieht man Tom Hardy zusammen mit seinem mittlerweile siebenjährigen Sohn Louis Thomas aus der Beziehung mit seiner Ex-Freundin Rachael Speed.

9. Er war ein Model
In den 90ern lief im britischen Fernsehen die Show ‘The Big Breakfast’ auf Channel 4. 1998 nahm Tom Hardy bei einem von dieser Sendung ins Leben gerufenen Model-Wettbewerb teil und gewann! Der Preis beinhaltete eine Geldsumme und einen professionellen Model-Vertrag. Bald schon bemerkte Hardy aber, dass er sich in der Schauspielerei wesentlich wohler fühlte: “Ich habe mit 19 versucht, ein Model zu sein und ich war Scheiße. Ich funktioniere nur, wenn ich in die Rolle eines anderen schlüpfen kann”, so der Schauspieler in einem Interview.

10. Er wurde zwei Mal aus der Schule geschmissen
Tom Hardy wuchs in einem gutem Umfeld auf. Sein Vater war Comedy-Autor und seine Mutter eine Malerin. Künstlerisches Blut floss also schon immer durch seine Venen. Aber Hardy war ein widerspenstiges Kind, das sich abmühte, das Beste aus seiner Bildung herauszuholen: “Ich bin auf eine Privatschule gegangen, in der ich mit neun Jahren bereits Latein gelernt habe und bestimmte Erwartungen wurden in mich gesetzt, das ich auf die St. Paul’s-Schule oder Oxbridge gehen sollte und solche Sachen. Und ich habe systematisch darin versagt, die entsprechenden Zensuren dafür zu erreichen.” Und das war nicht das einzige Problem. Hardy wurde nämlich aus zwei Schulen rausgeschmissen: Aus der einen wegen Diebstahls und aus der anderen, weil er sich seinen Worten nach “ein bisschen scheiße benommen” hatte. Außerdem brachte er auch sein Studium an der Drama-Schauspielschule (‘Drama Centre’) in London nicht zu Ende. Der Grund dafür war aber ein wesentlich Erfreulicher: Er wurde nämlich für eine Rolle in Steven Spielberg’s Fernsehserie ‘Band of Brothers’ gecastet. (CS)

Fotos: WENN.com, Concorde, Warner Bros., Instagram