Sonntag, 14. Juni 2015, 14:25 Uhr

MS MR: Die New Yorker Überflieger in unserem großen Interview

MS MR melden sich mit ihrem neuen Album zurück, welches den nachdenklichen und zugleich provokanten Titel ‘How Does It Feel“ trägt. Die beiden New Yorker Max und Lizzy (hat mal wieder eine neue Haarfarbe) konnten sich nach ihrem Hit ‘Hurricane’ aus dem Jahre 2012 eine feste Fanbase aufbauen.

MS MR: Die New Yorker Überflieger in unserem großen Interview

Längst mauserten sie sich zu einer respektablen Liveband, die auch in diesem Sommer auf vielen Festivals mit dabei sein wird. klatsch-tratsch.de-Autor Dennis hat sich mit MS MR (ausgesprochen “Miss Mister”) über klebrige Lieblingsdrinks, Eitelkeiten in der Döner-Bude und die Herausforderung: Klamotten zu finden, die zur aktuellen Haarfarbe passen.

Im Juli erscheint euer neues Album.
Lizzy Plapinger: Es heißt ‘How Does It Feel’ und ich denke es ist ein schönes, ambitioniertes Popalbum geworden. Es hat natürlich auch diesen gewissen dunklen Charme, den man von unserem letzten Album kennt. In diesem Fall nutzen wir den, als Instrument, um mit unseren Songs mehr nach vorne zu gehen. Inhaltlich verarbeiten wir auch sehr viele Erlebnisse, was dem ganzen natürlich auch eine sehr persönliche Note verleiht. Wir haben Dance-Songs und Power-Balladen auf dem Album. Es sollte für jeden etwas dabei sein.

Welcher Song davon gefällt denn euren Eltern am besten?
Max Hershenow: Meine Mama mag vor allem den Song ‘Tripolar’.
Lizzy: Mein Vater steht auf ‘Criminal’. Was mich doch ein wenig überrascht hat (lacht).

Wenn ihr einen Song über die vergangene Woche schreiben müsstest, welche vier Wörter würdet ihr nehmen?
Max: (Lacht). Paris wäre definitiv ein Wort.
Lizzy: „Gabel“, „Koffer“ und „übermüdet“. Übermüdet, weil wir wegen dem ganzen Rumreisen einen echt fiesen Jetlag haben.

Was würden mir eure Freunde über euch erzählen, wenn ich sie nach ein paar Drinks in einer Bar treffen würde?
Max: (lacht) Puh, gute Frage. Ich denke, über uns beide würden folgende Punkte fallen: Definitiv sehr leidenschaftlich, eine sehr starke Meinung und selbstbewusst.

Bleiben wir mal bei den Drinks: Mit welchem Drink stürzt man am besten ab?
Max: Es klingt voll assi, aber ich stehe total auf Wodka-Redbull. Den zuckerfreien, versteht sich (lacht).
Lizzy: Ich mag so einen richtig dreckigen Vodka-Martini.

Was wäre denn der perfekte Soundtrack für so einen Absturz- Abend mit euch?
Max: Sehr viel Top 40-Musik und Musik von Beyonce natürlich. Die darf absolut nicht fehlen.
Lizzy: Richtiger Rock und die Arctic Monkeys natürlich auch nicht.

Klingt rein musikalisch ja nicht so, als ob ihr zusammen unterwegs wärt…
Lizzy: Doch, doch. Wir wären in so einem verrückten Club in dem das alles gemixt wird. (lacht)

MS MR: Die New Yorker Überflieger in unserem großen Interview

Wie muss man sich ein Konzert von euch vorstellen, wenn man noch nicht das Vergnügen hatte?
Max: Musikalisch nimmt das Ganze eine rockigere und kantigere Richtung an. Mein Outfit ist jedes Mal eine Überraschung und wir versprühen live jede Menge Energie, das ist echt ansteckend. Ich wette, du wirst nicht still sitzen können. Früher oder später bewegst du dich auch.

Eure nächste Show in Deutschland spielt ihr beim Lollapazolla-Festival in Berlin. Was bedeutet es euch dabei zu sein?
Max: Das Lollapazolla-Festival gehört meinen Lieblingsfestivals. Diese Tatsache, kombiniert mit dem eigenümlichen Festival-Vibe und dem restlichen Line-Up kann ja nur magisch werden.

Was war euer Lieblings-Festivalmoment?
Max: Puh, da gibt es eine Menge toller Erinnerungen, aber spontan fällt mir das Coachella ein. Dort haben wir letztes Jahr auf der Hauptbühne gespielt. Das ist das, wovon du als junge Band träumst: Es war ein echt unbeschreibliches, aber sehr berührendes Gefühl vor über 20.000 Menschen zu spielen. Ich hatte für über 45 Minuten eine Gänsehaut.

MS MR: Die New Yorker Überflieger in unserem großen Interview

Was war das Seltsamste, was euch ein Fan bei einem Konzert auf die Bühne geschmissen hat?
Lizzy: Ich glaube ein BH. Bisher waren das noch nicht so aufregende Dinge. Vielleicht ermutigen wir ja jetzt die Fans (lacht)

Gibt es ein Erlebnis, die ihr mit Deutschland verbindet?
Lizzy: Ja, du musst wissen, ich stehe total auf scharfes Essen. Als wir in Berlin waren, haben wir einen Döner Kebab gegessen. Wir wollten das mal probieren, weil das in Deutschland ja sehr beliebt ist. Ich wollte dann ein wenig angeben und sagte dem Mann am Grill, dass ich es gerne scharf mag und er es gerne extra scharf machen könne. Beim Reinbeißen habe ich mir dann fast den Mund verbrannt, Ich stand da und meine Augen haben nur so getränt. Ich glaube das war kein schöner Anblick. (lacht)

Mode ist offensichtlich ein sehr wichtiger Teil von euch. Was ist das letzte Kleidungsstück, das ihr gekauft habt?
Max: Gestern waren wir im besten Vintage-Store der Welt! Der ist in Paris und da habe ich mir ein Shirt mit einem krassen siebziger Muster gekauft. Momentan stehen wir total auf die Mode der Siebziger. Lizzy hat sich da eine ganze Menge gekauft.
Lizzy: Du sagst es. Besonders stolz bin ich auf diesen Kimono, den ich gekauft habe. Da ist ein krasses Blumenmuster drauf und passt einfach super zu meiner aktuellen Haarfarbe. Das werde ich auch garantiert diesen Sommer bei einem Festival anziehen.

Was ist allgemein euer Lieblingskleidungsstück?
Max: Meine Lederjacke. Die ist auch vintage und die trage ich wirklich jeden Tag. Mit der kombiniert sieht einfach alles gut aus. Mit dieser Jacke fühle ich mich einfach kultiviert. (lacht)
Lizzy: Ich habe eine Sonnenbrille, die ich sehr gerne habe. Die habe ich in einem ganz abgefahrenen Laden in New York gekauft. Sie hat goldene Gläser und ein total schräges Gestell. Die hat wirklich keiner und ich könnte mir mein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

Offensichtlich bedeuten dir auch abgefahrene Haarfarben sehr viel. Hattest du mal einen Haarfarbe, die du rückblickend bereust, Lizzy?
Lizzy: (beide lachen). Bereuen würde ich jetzt nicht sagen, aber einige waren echt schwer beizubehalten. Ich fand das Neongrün auf der Bühne unglaublich geil, weil es im Dunkeln geleuchtet hat. Es war nur unglaublich schwer passende Klamotten dazu zu finden, weil diese Farbe echt sehr dominant ist. Ich habe Zuhause jetzt ganz viele Jacken in dieser Farbe oder mindestens einem neongrünen Inlay. Das war beispielsweise so eine Sache, aber so richtig schlimm? Nein. Vielleicht kommt das ja noch. (lacht)

Was ist für 2015 noch geplant?
Max: Wir machen uns jetzt wieder auf den Weg zurück in die Staaten. Über den Sommer sind wir viel in Australien und dann geht es nach Skandinavien. Wir haben dann auch noch eine große Headlinetour in den USA und in Europa.
Lizzy: Und natürlich das Album. Wir können es kaum abwarten die Scheibe rauszubringen. Wir wollen dieses magische, was die Platte ausmacht, mit den Leuten teilen.

Fotos: SonyMusic