Montag, 15. Juni 2015, 23:24 Uhr

Folk-Pop-Newcomerin Liza Anne: Traumhafte Ballade "Lost"

Als Mädchen mit der Gitarre wurde die aus Nashville (Tennessee) stammende Folk-Pop-Newcomerin Liza Anne bekannt. Die 21-jährige Sängerin und Songschreiberin, die sich ihr musikalisches Können an der Universität in Belmont aneignete und deren Stil an Brandi Carlile und The Cranberries erinnert, scheint so langsam richtig durchzustarten.

Folk-Pop-Newcomerin Liza Anne: Traumhafte Ballade "Lost"

Erst im Februar letzten Jahres veröffentlichte sie ihr Debütalbum ‘The Colder Months’, das in der Musikszene bereits für einige Aufmerksamkeit sorgte. Mitte Mai brachte sie jetzt ihr neuestes Werk mit dem passenden Namen ‘Two’ heraus, das sieben sehr persönliche und gefühlvolle Songs enthält, mit deren Texten sich vermutlich einige identifizieren können. Sie behandeln laut ihrer Aussage ihr Leben als Weltenbummlerin sowie eine verflossene Liebe.

Mit ihrer neuen ersten Auskopplung ‘Lost’ zeigt die Folk-Pop-Sängerin dabei wieder einmal in beeindruckender Weise ihre sensible, melancholische Seite.

In einem Interview mit dem amerikanischen ‘Nylon’-Magazin verriet Liza Anne, das Musik für sie eine therapeutische Wirkung habe. Deshalb stehe bei ihr auch der Text generell im Vordergrund: “Seit ich 10 war haben mir Leute erzählt, dass ich [sehr weise bin für mein Alter]. Ich glaube, das war, weil ich in so jungen Jahren angefangen habe, meine Tante als Vorbild zu sehen. Sie war etwa 13 Jahre älter als ich, daher denke ich, dass ich mir meiner selbst immer bewusst war und auch darüber, wie andere mich wahrnehmen. Es ist in Ordnung, wenn die Leute mir gesagt haben, dass ich weise für mein Alter sei aber andere Male denke ich: ‘Ich bin erst 21 und weiß buchstäblich nicht, was zum Teufel ich mache.’ Ich frage mich, ob ich wirklich so clever bin.”

Folk-Pop-Newcomerin Liza Anne: Traumhafte Ballade "Lost"

Mit ihrer melancholischen Musik beabsichtigt die talentierte Sängerin, den Leuten das Gefühl zu geben, das sie “an diesen dunklen Orten emotionaler Instabilität” nicht alleine sind: “Als eine Person, die mit Angstzuständen und Depression zu kämpfen hatte, weiß ich, das es Momente gibt, in denen man sich so fühlt, als ob man der einzige Mensch mit diesen Problemen ist. Aber dann hört man einen Song und du fühlst dich von ihm komplett verstanden. Ich möchte, dass meine Musik eine solche Wirkung hat.” Das ist der vielversprechenden Newcomerin mit ‘Lost’, einem wunderschönen melancholischen Song über selbstverschuldetes Elend zweifellos gelungen. Und das puristische Video mit einer eigenwilligen, ausdrucksstarken Performance der Choreographin Kendall Walker passt perfekt zu dem Lied. Von Liza Anne können in der Zukunft sicherlich noch so einige musikalische Perlen erwartet werden…(CS)