Sonntag, 21. Juni 2015, 19:55 Uhr

Fran Drescher: "Keiner von uns verlässt diesen Planeten ohne Narben"

Fran Drescher wurde in den USA Mitte der 1990er Jahre quasi über Nacht berühmt in der Serie ‚Die Nanny‘. Das Schicksal meinte es nicht immer gut mit ihr. 1983 wurden ihr zwei Tumore aus der Brust entfernt, 2000 diagnostizierten die Ärzte einen weiteren Tumor in der Gebärmutter.

Fran Drescher: "Keiner von uns verlässt diesen Planeten ohne Narben"

Sie überstand die Operationen erfolgreich. 1996 trennte sich die heute 57-jährige nach 23 Jahren Ehe von ihrem Gatten, dem Drehbuchautor Peter Marc Jacobson (57). Der bekannte sich später öffentlich zu seiner Homosexualität.

Derzeit ist Fran mit ihrer Charity-Aktion ‚Fran Cruise‘ auf zahlreichen schwulen Events in den USA unterwegs und setzt sich dabei u.a. für den Kampf gegen Krebs ein. Dazu sagte sie im Gespräch mit dem Magazin ‚Männer‘: „Ich bin eine Schwulenikone und setze mich seit vielen, vielen Jahren lautstark für die Rechte der LGBTI-Community ein. Ich habe bereits einige homosexuelle Paare in New York getraut, was mich besonders ehrt, denn ich habe seit jeher für die Öffnung der Ehe gekämpft. Mittlerweile kaufe ich mehr Hochzeitskarten und Babygeschenke für gleichgeschlechtliche Paare als für Hetero-Paare! Wie toll ist das denn?! Und da gibt es natürlich meinen Ex-Mann, der sich als schwul geoutet hat, aber mein Einsatz für die Community hat schon davor begonnen.” Schließlich seien ja auch viele ihrer Arbeitskollegen schwul, “also ist das alles eine ganz natürliche Sache für mich.“

Über ihre Schicksalsschläge sagte sie: „Keiner von uns verlässt diesen Planeten ohne Narben. Es kommt nur darauf an, wie wir mit Schicksalsschlägen umgehen – das ist der große Unterschied. Schlechte Dinge geschehen guten Menschen, das ist leider nun mal so.“

Drescher rät Unentschlossenen, sich öffentlich zu ihrer Homosexualität zu bekennen: „Und zwar nicht nur Schauspieler oder Sänger, sondern in allen Bereichen des Lebens, zum Beispiel und allen voran in der Politik. Je mehr Menschen zu ihrer Sexualität stehen, desto eher wird es als ‚normal‘ angesehen und desto mehr Vorbilder gibt es für junge Leute.“

Foto: WENN.com