Montag, 22. Juni 2015, 15:36 Uhr

Das hier sind die über 1000 irrsten Macken der Deutschen

Wir sind alle irgendwie bekloppt und Gott sei Dank nicht allein! Der Blogger und Neurotiker Christian Brandes sammelt seit 2010 auf seinem Blog ‘Schlecky Silberstein’ die bizarrsten, lustigsten, kreativsten und manchmal auch verstörendsten Phänomene des Internets.

Das hier sind die über 1000 irrsten Macken der Deutschen

Spleen24 ist nun das neueste Projekt des Comedy-Autoren und mit inzwischen über 10.000 bizarren Eigenarten schon längst das größte Macken-Archiv der Welt!

Das neue Buch “Ich kann keine Wurstzipfel essen” versammelt die schrägsten und außergewöhnlichsten Spleens, aber auch die, die überraschend oft vorkommen Angst vor den Monstern unterm Bett, die Unfähigkeit auf die Fugen zwischen den Gehwegplatten zu treten, eine Aversion gegen ungerade Zahlen … Grafiken und Einschätzung einer Verhaltenspsychologin ergänzen die illustre Aufzählung.

Noch ein Buchtipp: Red hot! Die heißesten Rothaarigen der Welt kommen

Christian Brandes sagte dazu: Tatsächlich wurden bis heute weniger als 50 Spleens eingereicht, die ich als blanken Quatsch ohnehin nicht freigegeben hätte. Die Mechanik der Idee ist auf meinem Mist gewachsen, was Spleen24 schließlich geworden ist, haben die Teilnehmer entschieden. So war der Ich-auch-Button, der genau abbildet, wie viele Leute den gleichen Spleen teilen, die Anregung einer Leserin.”

Das hier sind die über 1000 irrsten Macken der Deutschen

Hier sind ein paar ganz wenige Highlights:

– Bevor die Putzfrau kommt, putze ich das Haus wie wahnsinnig. Sie soll ja nicht denken, hier wohnt eine Sau.
– Wenn ich überhole und die PS meines Autos nicht ausreichen, trete ich automatisch fester aufs Gaspedal und beuge mich nach vorne.
– Bei einem Getränkekasten müssen die vollen und leeren Flaschen bei mir immer zusammenhängende Blöcke bilden. Diese dürfen nicht durch leere Fächer voneinander getrennt sein. Allein stehende Flaschen nerven mich extrem.
– Die Bänder eines Kapuzenpullovers müssen gleich lang am Oberkörper herunterbaumeln!
– Wenn ich meine Wäsche aufhänge, müssen die Farben immer harmonieren. Sollte es dazu kommen, dass aus Platzgründen zwei Kleidungsstücke nebeneinanderhängen, die sich wirklich “beißen”, hänge ich dafür wieder andere Sachen um.
– Wenn ich im Büro statt zu arbeiten im Internet surfe, dann ziehe ich immer ein ernstes Gesicht und lege meine Stirn in Falten, wenn jemand an mir vorbeiläuft, damit ich aussehe, als ob ich über etwas Schwieriges oder Wichtiges nachdenke.
– Wenn ich mich hinsetze und es ein Knarzen oder Quietschen gibt, versuche ich krampfhaft, das Geräusch zu wiederholen, um klarzustellen, dass das Geräusch vom Sitzmöbel kommt und nicht etwa von oder aus mir.
– Ich kann einfach nicht mehr normal gehen, wenn ich weiß, dass sich jemand hinter mir aufhält. Ich denke dann, der beobachtet mich und analysiert meinen Gang, so dass ich versuche, möglichst “normal” zu laufen.
– Beim Händeschütteln verpasse ich total oft die Hand meines Gegenübers. Deswegen muss ich mich immer richtig darauf konzentrieren, sie zu treffen! Und weil ich so beschäftigt mit dem Treffen bin, kann ich mir den Namen meines Gegenübers nicht merken. Oder, noch peinlicher, ich wiederhole den Namen und gebe ihn als meinen eigenen aus. Einfach weil Multitasking nicht so meine Stärke ist.
– Ich finde es furchtbar, im Hausflur irgendwelchen Nachbarn zu begegnen, ich bin nachbarnophob. Wenn ich meine Nachbarn im Treppenhaus höre, gehe ich erst raus, wenn sie weg sind.

Fotos: Ullstein, Privat