Montag, 22. Juni 2015, 13:06 Uhr

Das Model und der Prinz: Royale Traumhochzeit mit modernem Glamour-Faktor

Die vergangenen Wochen standen im Zeichen der Bilderbuchhochzeit vom begehrtesten Ex-Junggesellen Schwedens Carl Philip und seiner Braut Sofia Hellqvist. Nicht nur, dass der Prinz und das Ex-Model ein attraktives Liebesdoppel abgaben, entpuppte sich das für gewöhnlich klassisch-royale Zeremoniell zu einer romantisch-modernen Trauung mit Glamour-Faktor.

Das Model und der Prinz: Royale Traumhochzeit mit modernem Glamour-Faktor

Brautkleid, Musik und die Party im Stockholmer Schloss waren dabei die zentralen Komponenten, mit denen das Paar Tradition und Moderne vereinte.

Rund 400 Gäste, Millionen Fernsehzuschauer und nahezu das gesamte schwedische Volk sahen erwartungsvoll jenem Moment entgegen, als Prinzessin Sofia an der Hand ihres Vaters Erik zum Altar geleitet wurde. Fokus des allgemeinen Interesses war das Kleid der strahlenden Braut. Hier verzichtete die bürgerliche Sofia auf einen weltbekannten Namen und setzte sich damit von der Riege der royalen Hochzeitsroben ab. Anders als Herzogin Kate in Alexander McQueen, Prinzessin Madeleine in Valentino oder Fürstin Charlène in Armani trug Helliqvist eine Kreation der in Schweden überaus populären, im restlichen Europa aber namentlich recht unbekannten Designerin Ida Sjöstedt, die mit einem Universitätsabschluss aus dem Jahr 2000 trotz großer Kollaborationen mit Marken wie Coca Cola oder Ikea noch als Newcomerin in der Fashionszene bezeichnet werden könnte. Ebenso unkonventionell für eine royale Hochzeit war die Zeigefreudigkeit der Braut: Entgegen der allgemeinen Erwartung versteckte sie ihr Sonnentattoo im Nacken nicht etwa mit offen getragenem Haar, sondern setzte das Relikt aus der Vergangenheit mit einem eleganten Knoten extra in Szene – eine klare Message auch im Namen des schwedischen Königshauses, das sich zuvor mit den Schlagzeilen um die freizügige Model-Vergangenheit von Hellqvist auseinandersetzen musste.

Rihanna statt Kirchenklassiker
Schon beim Einzug der Braut fiel auf, dass die Trauung anders werden sollte als die Vorgänger-Zeremonien in Skandinavien. Statt eines klassischen Kirchliedes ertönte Enyas “Athair Ar Neamh”, ein Popsong mit gälischem Einschlag und mystischen Gesängen. Nach dem romantischen Ja-Wort folgte der Gänsehaut-Song “Fix it” von Coldplay, der einige der Gäste zu Tränen rührte. Der Sänger David Pagmar legte zu guter Letzt mit Rihannas “Umbrella” einen obendrauf, bevor ein Gospelchor den Auszug des frisch vermählten Brautpaares mit stimmungsvollen Gute-Laune-Tönen begleitete, bei dem allen voran Neu-Prinzessin Sofia nicht aufhörte zu strahlen und die 400 Gäste begeistert mitklatschten.

St. Tropez im Königschloss
Nach der Hochzeit lies das junge Prinzenpaar via Twitter und Co. stolz verlauten, dass sie über den Ablauf ihrer Feierlichkeiten und das Feedback des schwedischen Volkes glücklicher nicht hätten sein können. Zu Recht: Denn die Verbindung traditionsreicher mit durchaus modernen, unkonventionellen Elementen fand Zustimmung sowohl von Seiten der Zuschauer als auch der royalen Gäste und des Königshauses selber. Dementsprechend neuzeitlich verliefen auch die anschließenden Feierlichkeiten im Stockholmer Königsschloss. Gefilmt werden durfte in den Räumlichkeiten nicht mehr, jedoch gewährten private Schnappschüsse einen Einblick von der Tanzfläche, auf der das Brautpaar und seine Gäste ausgelassen tanzten – und das bis sechs Uhr morgens. (KTAD)

Foto: WENN.com