Freitag, 03. Juli 2015, 16:29 Uhr

Cristiano Ronaldo erfüllt diesem Tsunami-Glückskind einen Traum

Der portugiesische Fußballstar Cristiano Ronaldo hat einem Tsunami-Überlebenden aus Indonesien zu einem Kindheitstraum verholfen. Der portugiesische Verein Sporting Lissabon nahm den heute 17-jährigen Martunis jetzt in seiner Jugendakademie auf.

Cristiano Ronaldo erfüllt diesem Tsunami-Glückskind einen Traum

In Indonesien wurde dies heute gefeiert. “Martunis macht Schockwellen”, frohlockte die Fußballwebseite soccer.co.id. “Ich bin sehr glücklich, zu Sporting zu kommen. Für mich wird ein Traum wahr”, zitieren indonesische Meduen den Teenie.

Martunis’ Geschichte begann vor gut zehn Jahren an einem Strand in Aceh, nach einer der verheerendsten Naturkatastrophen der Neuzeit. 230.000 Menschen waren bei dem Tsunami Weihnachten 2004 rund um den Indischen Ozean umgekommen. Aceh war besonders hart betroffen.

Martunis’ Mutter flüchtete mit ihren drei Kindern vor den Killerwellen auf einem Laster. Das Auto wurde aber fortgespült, wie Überlebende berichteten. Martunis driftete nach eigenen Angaben auf einem Stück Holz und dann auf einer Matratze im Wasser, ehe er an den Strand gespült wurde. Eine britische Filmcrew filmte ihn dort. Ein Hilfswerk fand später seinen Vater. Die Mutter und die beiden Brüder waren in den Wellen umgekommen.

Cristiano Ronaldo erfüllt diesem Tsunami-Glückskind einen Traum

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Auch Ronaldo sah die Bilder des Jungen im Portugal-Trikot. “Das ist einfach unglaublich und gibt uns Stärke, die uns auch über die schwierigsten Augenblicke helfen kann”, sagte er damals. Er lud den Jungen nach Portugal ein und hielt Kontakt. Martunis hatte nur eins im Kopf: Fußball, wie der Reporter, der ihn fand, drei Jahre später berichtete: “Ich mag keinen anderen Sport. Ich will Fußballspieler werden, wenn ich groß bin”, sagte der Zehnjährige.

Er schaffte es in die Jugendliga des Erstligisten PSAP Sigli in seiner Heimat. Ins Nationalteam der U-17 kam der Junge, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat, aber nicht, wie er in einem Zeitungsinterview berichtete. “Sie hielten mich körperlich für zu schwach, ich werde zu schnell müde.” Die Portugiesen wollen den Jungen nun weiter aufpäppeln. “Er wird mit #SportingCP arbeiten und wachsen”, twitterte der Verein. (dpa/KT)

Fotos: Made Nagi, Twitter