Montag, 06. Juli 2015, 21:22 Uhr

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden will

‘Coconut Hero’ ist eine smarte, schwarze Indie-Komödie über einen Pakt mit dem Tod und die Sinnlosigkeit, sein Leben zu planen Es macht doch eh, was es will, naja, und am Ende siegt ja sowieso immer die Liebe… oder? Grauenhaft!

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden  will

Deutscher Kinostart ist am 13. August. Wir stellen den Film und seinen Star vor!

Und darum geht’s: Mike (Alex Ozerov) ist 16 und lebt mit seiner notorisch nörgelnden Mutter Cynthia (Krista Bridges) in Faintville, einer in der Zeit stehengebliebenen Holzfällerstadt tief in den kanadischen Wäldern. Er hat keinen Vater (Sebastian Schipper), keine Freunde, noch nicht einmal ein Lieblingsessen. Im Grunde ist sein einziger Traum, von der Welt zu verschwinden. Eines Tages beschließt Mike, diesem zynischen Witz, den das Schicksal sich mit ihm erlaubt hat – genannt Leben – ein Ende zu setzen.

Er inseriert seine eigene Traueranzeige und schießt sich in den Kopf. Zu seiner großen Enttäuschung erwacht er am nächsten Tag allerdings nicht im Himmel, sondern im städtischen Krankenhaus. Doch plötzlich wendet sich Mikes Schicksal: Bei der Routineuntersuchung entdecken die Ärzte einen walnussgroßen Tumor in seinem Kopf. Mike kann sein Glück kaum fassen und verheimlicht die Krankheit, um die lebensrettende Operation zu umgehen.

Den sicheren Tod bereits vor Augen, verändert sich Mikes Blick auf seine Umgebung, als er der verrückt-bezaubernden Miranda (Bea Santos) begegnet, das erste Wesen, das ihn zu verstehen scheint. Und langsam wächst ein völlig neuer, lebensbejahender Wunsch in ihm…

Regisseur Florian Cossen legte 2010 mit seinem Kinodebüt ‘Das Lied in mir’ mit Jessica Schwarz und dem großartigen Michael Gwisdek in den Hauptrollen ein packendes und vielfach ausgezeichnetes Drama vor. Mit ‘Coconut Hero’ seinem zweiten Spielfilm, den er erneut zusammen mit Drehbuchautorin Elena von Saucken (Das Lied in mir) sowie den Produzenten Jochen Laube (Wir sind jung. Wir sind stark.) und Fabian Maubach (Das Lied in mir) realisiert hat, erzählt Cossen eine melancholische Komödie mit morbiden und zugleich zutiefst romantischen Anklängen. Für die Rolle des Mike entdeckte er den jungen Kanadier Alex Ozerov. An dessen Seite sorgen Krista Bridges als Mikes nervig-energetische Mutter Cynthia, Sebastian Schipper (Victoria, Drei) als sein verschwundener Vater und Bea Santos als Mikes große Liebe Miranda für großes Chaos im Leben des Jungen.

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden  will

Mehr über Alex Ozervov als Mike Tyson (Nein, nicht der Mike Tyson!):
Der in Russland geborene Alex Ozerov kam 2004 im Alter von 13 Jahren nach der Scheidung seiner Eltern mit seiner Mutter nach Kanada. Bereits während seiner Schulzeit belegte er Theaterkurse. In gleichem Maße wie die Schauspielerei faszinierten ihn auch andere Bühnenkünste, wie Zauberei und Artistik. Mithilfe von Online-Videos brachte er sich selbst Jonglieren und Kartentricks bei, die er bis zur Perfektion trainierte, so dass er mit 16 Jahren als Straßenmagier und Mitarbeiter eines Magic Stores sein erstes Geld verdienen konnte. Zauberei bedeutet für Ozerov, die Menschen wieder an das Unvorstellbare glauben zu lassen.

Im Laufe der Zeit überwog die Leidenschaft für das Spielen vor der Kamera und Ozerov begann 2008 mit privatem Schauspielunterricht für Film und Fernsehen bei dem Schauspieler und Filmemacher Walter Alza in dessen Alza Acting Studio in Toronto. Seinen ersten Auftritt hatte Ozerov in der TV-Verfilmung des Bestsellers von Jodi Picoult ‘Salem Falls’ mit ‘Dawson’s Creek“’-Star James Van Der Beek in der Hauptrolle. Es folgten Episodenrollen in diversen Fernsehserien, wie ‘Transporter’
(2012), ‘Rookie Blue’ (2013), ‘Cracked’ (2013) und ‘Orphan Black’ (2014).

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden  will

Sein Kinofilmdebüt hatte Alex Ozerov in dem hoch gelobten Indie-Drama ‘Blackbird’ (2012) von Jason Buxton, in dem er die
antagonistische Hauptrolle des gewalttätigen Gefängnisinsassen Trevor übernahm, der mit sadistischer Freude seinen Zellennachbarn quält. Der Film wurde auf dem Toronto International Film Festival 2012 als Best Canadian First Feature Film ausgezeichnet und erhielt insgesamt fünf weitere Awards auf anderen Festivals: Best Canadian Film (Vancouver International Festival 2012), Best Atlantic Film, Best Writer und Best Director (Atlantic Film Festival 2012) sowie den Claude Jutra Award
als Best First Feature Film bei den Canada Screen Awards 2013.

Es folgten Rollen in den Kinofilmen ‘Veerloebt in Molly’ (2014 in Deutschland direkt auf DVD erschienen) und dem kanadischen Drama ‘What we Have’ von Maxime Desmons, in dem er einen Schüler spielt, der sich zu einem schwulen Lehrer hingezogen fühlt.
‘Coconut Hero’ ist Ozerovs erster internationaler Kinospielfilm, der nicht ausschließlich in Kanada produziert wurde. In Kanada wird er dieses Jahr in drei weiteren Filmen auf der großen Leinwand zu sehen sein: Im Drama ‘Natasha’, im düsteren Fantasy-Horrorfilm ‘The Dark Stranger’ und zu Weihnachten in ‘A Christmas Horror Story’ dem neuen Horrorfilm der Macher der erfolgreichen ‘Ginger Snaps’-Reihe.

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden  will

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden  will

Coconut Hero: Wie der Pechvogel des Jahres für immer verschwinden  will

Fotos: Majestic