Samstag, 11. Juli 2015, 18:51 Uhr

The-Voice-Überfliegerin Ivy Quainoo geht nach New York

Ivy Quainoo ist eine der wenigen Castingshow-Gewinnerinnen, die auch nach der Sendung eine beachtliche Karriere weiterführen konnte. Kritiker gingen sogar so weit, dass sie der ersten „The Voice of Germany“-Gewinnerin eine internationale Karriere prophezeiten.

The-Voice-Überfliegerin Ivy Quainoo geht nach New York

Dem Ruf der Welt will die afrodeutsche Sängerin nun folgen und beginnt in wenigen Wochen ein Schauspielstudium in New York. Mit klatsch-tratsch.de-Autor Dennis sprach sie exklusiv über ihren Umzug in die USA und die damit verbundenen Konsequenzen für ihre Musik.

War Schauspiel schon immer eine Leidenschaft von dir?
Ja, definitiv. Ich habe zwar zuerst angefangen zu singen, aber irgendwann war beides gleich auf. Nach der Schulzeit kam direkt „Voice of Germany“, deswegen ist das Ganze dann erst mal eingeschlafen. Im letzten Jahr habe ich mich dann aber dazu entschlossen das jetzt mal anzugehen und jetzt hat es geklappt. Ich wurde an zwei Schauspielschulen angenommen. Eine in L.A. und eine in New York. Ich habe mich dann aber für Letzteres entschieden.

Warum gerade New York?
Ich war jetzt zwei Mal in New York und zwei Mal in L.A. und ich habe mich in New York einfach wohler gefühlt. Es ist wie Berlin eine pulsierende Großstadt und es reizt mich als Berlinerin in einer Stadt zu wohnen, die einfach dreimal so groß wie Berlin ist. In dieser Stadt ist einfach alles vertreten. Ich werde dort auch Film und Theater lernen. Auch das Angebot meiner Schule hat mich überzeugt. Es ist für mich eine Herausforderung dort wieder von null anzufangen.

Du wirst hier auf der Straße sicher häufig erkannt und angesprochen. Ist es auch ein Reiz für dich dort einfach auch mal untertauchen und das Leben als Schauspielstudentin führen zu können?
In Berlin ging es eigentlich. Da konnte ich mich eigentlich immer frei bewegen, ohne großartig aufzufallen, aber in New York wird es einen Ticken extremer und da wird mich vermutlich wirklich niemand kennen.

Wo in New York wirst du wohnen?
Das weiß ich noch nicht genau. Die Schule ist in Manhattan und ich bin immer noch auf der Suche nach einer Bleibe. Vielleicht werde ich zuerst vorübergehend bei meiner Tante unterkommen, die wohnt da nämlich. Aber auf längere Sicht plane ich in eine WG in Manhattan zu ziehen.

Was bedeuten deine Schauspielpläne für deine Musik?
Mit der Musik geht es auf jeden Fall weiter. Klar, ich bin dann weniger hier und nehme meine Songs dort in einem Studio auf. Wo ich die aufnehme, ist ja auch eigentlich ziemlich egal. Ich werde mit der Musik aber auf jeden Fall weitermachen.

Man wird dich dann aber nur weniger live in Europa sehen, oder?
Jein, ich werde vier Monate im Jahr in Deutschland sein und alles drum herum planen.

Liebäugelst du auch damit, mehr Musik auf dem amerikanischen Markt zu machen?
Nein, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich möchte erst mal auf dem deutschen Markt bleiben. Man kann höchstens nebenher beobachten, was da so gehen könnte und was sich ergibt.

Wann kommt denn etwas Neues?
Es gibt keine konkrete Planung, aber wir überlegen momentan hin und her, ob als nächstes ein Album oder eine EP kommt. Wir sind Momenten viel im Studio und arbeiten an neuen Songs. Dieses Jahr wird aber noch etwas kommen. EP könnte in diesem Jahr kommen, Album wäre dann vermutlich nächstes Jahr.

The-Voice-Überfliegerin Ivy Quainoo geht nach New York

Im Netz ist ja schon der Song „Supercharged“ aufgetaucht. Gibt dieser Song die Richtung für den neuen Sound vor?
Definitiv. Man kann schon sagen, dass die neuen Songs musikalisch in eine andere Richtung, wie die anderen beiden Alben gehen. Die neuen Songs haben mehr Einflüsse aus Elektronik und R&B. Viele der neuen Songs habe ich selbst geschrienen.

In den Medien wurde ja darüber diskutiert, dass der Song „Black Smoke“, mit dem Ann Sophie beim ESC für Deutschland angetreten ist, ursprünglich wohl für dein Album angedacht und aufgenommen wurde. Wird der Song jetzt trotzdem noch auf deiner neuen Platte erscheinen?
Ich denke nicht. Der Song war schon immer ein Wackelkandidat, bei dem nie sicher war, ob ich ihn mache oder nicht. Er ist am Ende dann ja doch weitergegangen. Beide Versionen waren so unterschiedlich, dass man da eigentlich auch gar keinen Vergleich mehr hätte ziehen können. Ich hätte de Song gerne genommen, aber eigentlich ist die Sache abgehakt.

Was wäre deine Traumrolle?
Ich weiß nicht. Ich weiß noch nicht mal, ob ich lieber Comedy oder Drama machen will. Da bin ich ziemlich offen. Wichtig ist mir aber, dass das Ergebnis eine gewisse Tiefe hat. Ich würde also keine Rolle annehmen, die mir zwar zum Durchbruch verhilft, aber nicht ernstzunehmend ist.

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Fotos: AEDT/WENN.com