Sonntag, 12. Juli 2015, 19:08 Uhr

Big Dipper: Neues vom schrägsten Rapper des Planeten

Big Dipper (30) ist genau das, was man sich nicht unter einem Rapper vorstellt: Weiß, krass behaart, stolz darauf – schwul. Außerdem twerkt die US-Granate gerne in Hotpants (oder sogar noch weniger) auf der Bühne. Alles nur eine Frage der Zeit bis unsere deutschen Rapper nachziehen.

Big Dipper: Neues vom schrägsten Rapper des Planeten

Bei Skinny-Jeans, Perlenketten und diesen cocktailkleidartigen T-Shirts sind wir ja schon angekommen. Vielleicht übernehmen sie dann auch seine Leidenschaft für Texte über üppige Achselhaare, Penisse, Toyboys und Steaks. Und ja, der Mann, der teilweise dreckigere Texte als Lil Kim zu ihren besten Bitchzeiten draufhat, kann schlechte Laune haben. Sogar sehr schlechte, wie er klatsch-tratsch.de-Autor Dennis verriet.

Vor wenigen Wochen ist deine neue EP „Extra Good“ raus gekommen …
Das ist richtig. Die EP ist eine Sammlung von fünf Songs, die alle sehr eingängige Hooks, tanzbare Beats und dreckige Texte haben. Genau so, wie ich es mag. (lacht)

Anfang des Jahres hast du zusammen mit Marti Gould Cumming einen Song namens „Show me your dick“ („Zeig mir deinen Penis“) veröffentlicht. Bekommst du seitdem mehr dreckige Mails von Fans?
(lacht) Ja, ich bekomme tatsächlich jetzt viele Bilder von Penissen zugeschickt. Das mag ich voll und ja, ich finde das tatsächlich schmeichelhaft. (lacht)

Auch schon live abgefahrene Erlebnisse mit Fans gehabt?
Hmm. Wenn man mit jemandem flirtet, ihn abschleppt und nachdem man nackt rumgemacht hat, gesagt bekommt, dass man ganz genau wusste wer ich bin, aber nichts sagen wollte, dann finde ich das schon ziemlich schräg …

In deinem aktuellen Video „Vibin’“ bist du eine Meerjungfrau. Warum?
Mir gefällt der Gedanke von einem kräftigen Mann mit einer Fischflosse. Im übrigen auch eine Sache, die ich bis dato kaum gesehen habe und die Idee, das umzusetzen hat mir gut gefallen. Da der Song hat an sich auch einen sehr sommerlichen Beach-Vibe hat, fand ich die Kombination sehr passend.

Was ist das Beste als Meerjungfrau?
Die Matrosen. (lacht)

Wem würdest gern mal so ordentlich in die Fresse hauen?
(lacht). So richtig eigentlich niemandem. Ich glaube, ich würde mir dabei selber mehr wehtun. Ich bin an sich aber schon ein sehr temperamentvoller Kerl.

Mit welchen Schimpfworten prollst du am liebsten rum?
Hmm. Ich mag Motherfucker oder Biiiiiiiiiiiiiiiiitch!

Big Dipper: Neues vom schrägsten Rapper des Planeten

Was kann dir den Tag so richtig versauen?
Ich hasse diese Tage an denen ich nicht aus dem Quark komme und nicht schon früh das Haus verlasse. Manchmal habe ich so viel zu tun, dass ich gar nicht aus dem Haus komme. Ich hasse diese Tage. Und noch was: Am Schlimmsten ist es, wenn kein Kaffee da ist …

Was war der gemeinste Social Media- Kommentar, den du je bekommen hast?
Die Einfältigsten können die Schlimmsten sein. Beispielsweise wenn Leute so etwas sagen wie „Du bist fett, dumm, absolut uncool und keiner mag dich!“ Das ist hart zu lesen, weil es einfach so stumpf ist. Aber das gehört wohl dazu, wenn du in der Öffentlichkeit stehst.

Was ist die peinlichste Platte in deiner Sammlung?
Ich war auf einer Theaterschule und habe dadurch ganz viele Musical-CD’s Zuhause. Viele finden das ja echt peinlich. Aber ich glaube die Schlimmste ist der Soundtrack vom „High School Musical“. Naja, ich habe die CD seeeeehr oft gehört.

Dann lass uns mal über dein schlimmstes erstes Date sprechen …
Da gab es diesen Typen, mit dem ich ein paar mal geschlafen habe und der mich irgendwann mal nach einem romantischen Date gefragt hat. Ich dachte wirklich wir würden zusammenkommen, aber bei Kerzenschein hat er mir dann eröffnet, dass er verheiratet ist. Damals war ich noch jung, leicht zu beeindrucken und noch nicht so abgestumpft, wenn es um Daddy-Pimmel geht. (lacht)

Dürfen Groupies bei dir über Nacht bleiben?
Nur wenn sie Essen mitbringen. (lacht)

Was war dein schlimmster Auftritt?
Du, da gab es so einige total verrückte. Ich habe schon Shows vor mehreren hundert Leuten gespielt und es gab Auftritte, da waren nur sechs Leute da. Dann gab Situationen, da ist das Soundsystem abgeschmiert, meine Klamotten sind geplatzt oder gerissen, ich habe Texte vergessen, Leute fanden meine Show furchtbar und sind gegangen oder konnten mich nicht richtig sehen. Es ist schon eine ganze Menge passiert. Es ist bringt einen aber alles weiter und man lernt für die Zukunft.

Fotos: Santiago Felipe