Dienstag, 21. Juli 2015, 21:52 Uhr

Hier schwimmt das größte Papierboot der Welt mit 10 Passagieren

Ein fünf Meter langes und zwei Meter breites Boot aus Papier hat seine Jungfernfahrt erfolgreich bestanden. Schüler und Experten des Deutschen Schiffahrtsmuseums hatten es in Bremerhaven gebaut. Am Montag erlebte das Papierboot des Deutschen Schiffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte, erfolgreich seine Jungfernfahrt.

Hier schwimmt das größte Papierboot der Welt mit 10 Passagieren

Unter Beifall und Jubel von rund 450 Schaulustigen ruderten seine Erbauerinnen und Erbauer, zehn Schülerinnen und Schüler der Grundschule “Gorch-Fock” in Bremerhaven, ihr Papierboot glücklich und stolz zusammen mit Gero Klemke, im DSM verantwortlich für die Museumspädagogik, und Axel Dohrmann, Bootsbauer im DSM, durch den Museumshafen.

Das Papierboot mit dem Namen “Zeitungsente” weist eine Traglast von 750 Kilogramm auf und hat circa 40 Zentimeter Tiefgang. Verarbeitet wurden 300 Ausgaben der ‘Nordsee-Zeitung’ (entspricht 9.000 Zeitungsseiten), 80 Graupappen (entspricht 40 Quadratmetern), 260 Liter Leim und zehn Liter Wachsöl.

Entstanden ist das Boot von Oktober 2014 bis Juli 2015 in der “Werft im DSM”: In der Ausstellungsabteilung “Walfang” wurde hier ein Schnürboden für den überdimensionalen Papierbootbau bereitgestellt. Unter den Anleitungen von Ideengeber Gero Klemke und Bootsbauer Axel Dohrmann ließen die Viertklässler zunächst den Rumpf des Bootes entstehen. “Zuerst klebten wir Spanten aus Pappe, die dann nach und nach zu einem Gerüst zusammengebracht wurden”, erzählt Gero Klemke. Anschließend konnten die Kinder beginnen, das Papierboot von innen und außen mit Zeitungspapier zu bekleben. Gero Klemke: “Die kleinen Werftarbeiterinnen und -arbeiter kamen jeden Montag um Punkt 13.30 Uhr zu uns, um ihre Schicht anzutreten und stolz an ihrem Papierboot weiterzubauen”. Dies habe den Kindern die Möglichkeit gegeben, selbst forschend tätig zu sein. Und auch das Museumsteam habe das eine oder andere Mal kreativ werden müssen, um den Problemen und Ansprüchen des Papierbootsbaus gerecht zu werden.

Foto: Carmen Jaspersen