Dienstag, 21. Juli 2015, 8:39 Uhr

Monica Lierhaus setzt sich zur Wehr: "Es geht um mein Leben"

“Ich glaube, ich würde sie nicht mehr machen”, sagt Monica Lierhaus   (45) über ihre folgenschwere Hirn-Operation – und wird dafür angegriffen. Nun verteidigt sich die Moderatorin exklusiv gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören.

Monica Lierhaus setzt sich zur Wehr: "Es geht um mein Leben"

“Ich kann die ganze Aufregung überhaupt nicht verstehen”, sagt sie, “ich bin total überrascht von den vielen Reaktionen, vor allem von denen, die mich angreifen. Ich stehe zu dieser Aussage: Ich würde mir heute sehr stark überlegen, ob ich diese Operation noch einmal machen würde. Es geht um mein Leben, über das ich spreche – und niemand außer mir kann nachempfinden, was ich in den vergangenen sechs Jahren durchgemacht habe”, sagte Lierhaus weiter.

In einem offenen und bewegenden Interview hatte Monica Lierhaus zuletzt über ihre lebensrettende Operation aus dem Jahr 2009 gesagt: “Ich glaube, ich würde sie nicht mehr machen.” Einwand ihrer Mutter Sigrid beim Doppelinterview: “Du wärst sonst tot.” Antwort Monica Lierhaus: “Egal. Dann wäre mir vieles erspart geblieben!” Lierhaus wurde danach vorgeworfen, ein Leben mit Behinderung als nicht lebenswert darzustellen.

Im Jahr 2009 wurde die Sportmoderatorin und -journalistin wegen eines Aneurysmas im Gehirn operiert. Komplikationen traten auf, vier Monate lang lag die damalige Miss Sportschau im Koma – und trug schwere Schäden davon.

Einer, der Lierhaus verteidigte, war Samuel Koch. Der Schausapieler, der seit seinem Unfall 2010 bei ‚Wetten, dass…?‘ querschnittsgelähmt ist, sagte der ‚Bild‘-Zeitung: “Da hat sie wohl recht. Ich finde es gut, dass auch Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht immer nur ‘Sonnenschein’ vermitteln und ‘Alles ist gut’-Parolen verteilen“. Allerdings fügte er hinzu: “Tot bin ich noch lange genug. Ich bin neugierig, welche Abenteuer das Leben für mich bereithält.”

Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann, deren Arm nach dem Absturz eines Helikopters im Jahr 2010 gelähmt ist, sagte dem Blatt: “Wenn Monica Lierhaus ihre Situation so empfindet, dann darf sie das auch sagen, Respekt“.

Foto: WENN.com