Dienstag, 21. Juli 2015, 18:16 Uhr

Nach Merkel-Interview: LeFloid schlägt zurück

LeFloid (27) hat jetzt erstmals die an ihm geäußerte oftmals harsche Kritik zu seinem Interview mit Kanzlerin Angela Merkel (61) vor etwa zwei Wochen kommentiert. Dem Youtube-Star war dazu von diversen Journalisten vorgeworfen worden, dass er sich “zum PR-Instrument habe machen lassen” und zu wenig bis gar nicht kritisch nachgebohrt habe.

Nach Merkel-Interview: LeFloid schlägt zurück

Die von ihm gestellten Fragen hatte LeFloid vorher im Social Web von seinen Fans gesammelt. Der Youtube-Star antwortete jetzt seinen “Hatern” in einem Clip mit einer eindeutigen Geste und stellte fest, dass er es ihnen ohnehin nie hätte recht machen können: “Im Vornherein wurde mir oder euch – denn es waren ja eure Fragen – unterstellt, das Interview wird scheiße, denn es werden ja nur Fragen wie “Xbox oder Playstation?” gestellt werden. Im Nachhinein wurde vorgeworfen, das Interview war trotzdem scheiße, denn LeFloid hat verdammte Axt noch mal keine mehrjährige Berufserfahrung, es war sein verficktes erstes Interview – und das mit dem Endboss.”

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Und der 27-Jährige (mit über 2,5 Abonnenten auf Platz 4 der meistabonnierten Kanäle) hat daraus auch schon ein klares Fazit gezogen, was vermutlich von ihm erwartet worden wäre: “Ich persönlich dachte mir: OK. Ich habe eure Fragen an sie herangetragen. Sie hat sie mehr oder weniger klar beantwortet, einige sogar sehr klar. Aber offensichtlich sollte ich mich da doch hinsetzen, einmal laut ‘Penis’ rufen, dafür sorgen, dass die Kanzlerin anfängt zu heulen und das Interview abgebrochen wird.”

Seiner Ansicht nach stehe er für den Dialog mit Jugendlichen, denen vorgeworfen werde, sie wären angeblich nicht an Politik oder generell an dem Weltgeschehen interessiert. Und einzig dieser Aufgabe sei er mit dem Interview nachgekommen: “Hunderttausende haben das Interview gesehen.

Hunderttausende haben ihre Fragen beantwortet bekommen und Hunderttausende werden auch nach diesem Interview garantiert nicht CDU wählen, mich eingeschlossen.” Den Vorwurf, dass er sich offenbar als PR-Instrument habe missbrauchen lassen, weist er damit also ganz klar von sich. Und er kommt außerdem nicht umhin, mit einem kleinen Seitenhieb auf seine Kritiker festzustellen, dass er bisher “wohl die ganzen heftigen und weltveränderndern Enthüllungen über Merkel in letzter Zeit durch echte Journalisten verpasst haben” muss. Sein Anspruch war dagegen wohl nicht ganz so “hochgesteckt”: Er hätte einfach nur die Kanzlerin interviewen und ihr die Fragen seiner Fans stellen wollen. (CS)

Foto: AEDT/WENN.com