Donnerstag, 23. Juli 2015, 0:13 Uhr

Ken Duken nimmt sein Aussehen nicht wichtig

Der deutsche Schauspieler Ken Duken ist ein Frauentyp. Er selbst findet sein Aussehen aber nicht bemerkenswert. “Ich kenne mein Gesicht seit 36 Jahren. So speziell finde ich es nicht, wenn ich in den Spiegel schaue. Aber mein Aussehen ist mir auch nicht besonders wichtig”.

Ken Duken nimmt sein Aussehen nicht wichtig

Das sagte der 36-Jährige im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung ‘Rheinische Post’ vom Donnerstag. Dann ist er im ARD-Sommerkino-Film “Zwei Leben” zu sehen, er spielt einen Anwalt, der das Schicksal der Lebensborn-Kinder während der NS-Zeit aufklären will. Duken ist überzeugt, dass es auch in 30 oder 50 Jahren noch neue Nazi-Filme geben wird. “Es kann gar nicht genug Filme geben, die das Thema etwas ambivalenter aufnehmen”, sagte Duken. “Ich würde für den Rest meines Lebens eher den Nazi in wirklich guten Filmen spielen, als einen schlechten Film nach dem anderen machen.”

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Hintergrund: Der „Lebensborn”-Verein der SS unterhielt während des NS-Regimes Heime zur „Erhaltung der arischen Rasse”. Im Zuge des makabren Rassenwahns wurden auch Kinder hierhin verschleppt, die aus der Verbindung deutscher Soldaten mit Norwegerinnen entstanden. Deutsche Truppen hatten das neutrale Norwegen 1940 – 1945 besetzt. Georg Maas inszeniert das Filmdrama mit Juliane Köhler in der Hauptrolle als ein vielschichtiges und beklemmendes Puzzle mit kurzen Sequenzen als Rückblenden. Die Story ist ein Geflecht aus überraschenden Wendungen, Erinnerungsfetzen und Lügen, bis sich alles fügt. Dramatisch und spannend bis zur letzten Minute.

Ken Duken nimmt sein Aussehen nicht wichtig

Fotos: WENN.com, ARD Degeto/Zinnober Film/2012, Tom Trambow