Mittwoch, 29. Juli 2015, 13:05 Uhr

Gerard Depardieu eine Gefahr für die "nationalen Sicherheit"

Gérard Depardieu (66), Wahl-Russe und französischer Filmstar, darf für die kommenden fünf Jahre nicht mehr in die Ukraine reisen. Dies sei im Interesse der nationalen Sicherheit, begründete der Geheimdienst der Ex-Sowjetrepublik gestern knapp.

Gerard Depardieu eine Gefahr für die "nationalen Sicherheit"

Depardieu, der Mann mit der großen Nase, gilt als Freund von Diktator und Kremlchef Wladimir Putin und hatte 2013 nach Kritik an Frankreichs Steuersystem einen russischen Pass erhalten. Nach “antiukrainischen Äußerungen” hatten die Behörden in Kiew den Schauspieler (‘Green Card’, ‘Asterix & Obelix’) auf eine “schwarze Liste” gesetzt. Das Kulturministerium hatte später mitgeteilt, dass Depardieus Filme voraussichtlich nicht verboten würden. Auch andere russlandfreundliche Filmstars seien auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Depardieu dürfte dieser Bann so ziemlich egal sein.

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Zuletzt zeigte sich der französische Filmstar mit dem weißrussischen Diktator Alexander Lukaschenko (60) bei einem öffentlichkeitswirksamen Rasenmäh-Lehrgang. Dort wurde der 66-Jährige von der ‘Bild’-Zeitung so zitiert: “Ihr habt schöne Frauen, gute Milch und gutes Fleisch. Das ist es, was ein kleiner Bulle wie ich braucht… Ich sehe, dass die Menschen hier glücklich sind. Es muss sehr angenehm sein, in diesem Land zu leben”.

Unser Foto zeigt Depardieu mit Kollegin Isabelle Huppert bei dem Filmfestspielen in Cannes. (dpa/KT)

Foto: KIKA/WENN.com