Sonntag, 02. August 2015, 21:26 Uhr

10 Popstars, die erfolgreicher wurden als ihre Bands

Die Idee ist nicht neu: Ein ehemaliges Band-Mitglied will sich selbst verwirklichen und steuert eine eigene Karriere an. Aktuelles Beispiel: Ex-One Direction-Mitglied Zayn Malik (22), der sich in Zukunft als Solo-Musiker versuchen will. Manche fragen sich da: Ist das nicht auch riskant, eine erfolgreiche Gruppe zu verlassen?

10 Popstars, die erfolgreicher wurden als ihre Bands

Und: Wie kann man sicher sein, dass man auch noch als Solo-Künstler gefragt ist? Glücklicherweise gibt es ja so einige Beispiele von Musikern, die genau dieses Wagnis eingingen und damit sogar erfolgreicher wurden, als ihre eigene Band. 10 von ihnen sollen hier vorgestellt werden.

Beyoncé
Bis zum Jahr 2001 wurde Destiny’s Child von allen bis dahin existierenden Girl-Groups beneidet. Vor allem ihr beeindruckendes gesangliches Können, ihre freche Attitüde und ihre selbstbewusste Choreografie überzeugten. Kelly Rowland war schließlich die erste, die 2002 zusammen mit Rapper Nelly und dem Lied ‘Dilemma’ einen Nummer 1-Hit als Solo-Künstlerin vorweisen konnte. Aber es war dann doch Beyoncé, für die sich eine wirkliche solide Solo-Karriere entwickelte. Mit dem Song ‘Crazy In Love’ (zusammen mit ihrem Gatten Jay Z) gelang ihr 2003 der Durchbruch. Seitdem hat sie schon fünf wahnsinnig erfolgreiche Solo-Alben herausgebracht und kann unter anderem die Summe von unglaublichen 16 Grammys ihr Eigen nennen. Außerdem hat sie sich als wirkliche Ikone der Popkultur etabliert.

Justin Timberlake
Er war das jüngste Mitglied der amerikanischen Boygroup ‘N SYNC und hinterließ nach deren Auflösung als Solo-Musiker den größten Eindruck: Mit seinen ersten zwei Alben (‘Justified’ und ‘FutureSex/LoveSounds’) überschritt Justin Timberlake jeweils locker die 10 Millionen-Verkaufsmarke. Und auch ‘The 20/20 Experience’ (2013) machte sich einen Namen als das in diesem Jahr meistverkaufte Album in den USA.

Aber nicht nur als Solo-Musiker feiert er große Erfolge, er hat sich mittlerweile auch einen Namen als fähiger Schauspieler in Filmen wie ‘The Social Network’ gemacht.

Ricky Martin
Der Popsänger war von 1984 bis 1989 Mitglied der Latino-Boygroup Menudo. Weil er mit dem großen Fantrubel und den zahlreichen Tourneen überfordert war, verließ er die Gruppe. 2003 löste sich die Band offiziell auf. 1998 hatte aber schon mit seinem vierten Album ‘Vuelve’ die weltweite Erfolgsgeschichte von Ricky Martin begonnen. Mit den ersten drei Alben blieb sein Ruhm nämlich nur auf die lateinamerikanische Region begrenzt. Die erste Singleauskopplung ‘La Copa De La Vida’ (‘The Cup Of Life’) wurde zur Hymne der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 und machte den Sänger überall bekannt. Im gleichen Jahr noch brachte er sein fünftes und erstes englischsprachiges Album ‘Ricky Martin’ auf den Markt. Die daraus veröffentlichten bekannten Songs ‘Livin’ La Vida Loca’ und ‘She’s All I Ever Had’ machten ihn zu einem der gefragtesten Acts im Musikgeschäft.

10 Popstars, die erfolgreicher wurden als ihre Bands

Robbie Williams
Obwohl Robbie Williams seine Solo-Karriere mit einem Cover von George Michaels’ Song ‘Freedom’ startete, wurde er mit seinen eigenen Werken schnell zum “Pop-Prinz”. Nachdem er 1995 die britische Boygroup Take That verlassen hatte, veröffentlichte der Sänger eine Reihe Alben, die überall auf der Welt mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurden. Weltweit hat er sich in den Charts etabliert und auch seine Wahnsinns-Konzerte waren/sind regelmäßig ausverkauft. Er hält gerade sogar den Rekord für die meisten an einem Tag verkauften Tickets (1,6 Millionen innerhalb 24 Stunden). Zwar haben auch die restlichen Take That-Mitglieder noch “ganz ordentliche” Albumverkäufe zu verzeichnen. Aber Robbie Williams kann sich mit insgesamt 77 Millionen Alben, die an den Mann gebracht wurden, der “meistverkaufte britische Solo-Musiker” nennen.

10 Popstars, die erfolgreicher wurden als ihre Bands

Michael Jackson
Der 2009 verstorbene ‘King of Pop’ Michael Jackson wurde nicht nur erfolgreicher als die ‘Jackson 5’, als Solo-Musiker entwickelte er sich zu dem größten Popstar aller Zeiten. Es wird geschätzt, dass er mehr als 400 Millionen Alben weltweit verkauft haben soll. Dabei gilt sein ‘Thriller’-Album (1982) als das meistverkaufte Album überhaupt. Mit seiner Musik inspirierte und beeinflusste er über die Jahre Tausende von Künstlern. Michael Jackson ist der erste, der in den Hot 100 mit einer Top 10-Single in fünf verschiedenen Dekaden zugleich vertreten war.

Außerdem waren seine Musikvideos immer wahre Kunstwerke. Manche behaupten sogar, dass Michael Jackson im Grunde die MTV-Ära erfunden hätte.

George Michael
Was Debütalben anbetrifft, können diese eigentlich nicht viel kultiger daherkommen wie George Michaels ‘Faith’. Der britische Sänger verkaufte davon offenbar über 25 Millionen weltweit. Und auch der Titelsong ‘Faith’ wurde 1988 natürlich ein riesiger Hit. Tatsächlich stellt das Debütalbum sein bisher Erfolgreichstes dar. Außerdem wurde George Michael dadurch zu einer Ikone der Popkultur, nachdem er jahrelang als eine Hälfte von Wham! erfolgreich war.

Seine Alben haben sich bis heute etwa 100 Millionen Mal weltweit verkauft. Zudem kann er bereits einige Preise sein Eigen nennen, wie zwei Grammys, drei Brit Awards und drei American Music Awards. Das kann sich doch wirklich sehen lassen!

Gwen Stefani
1990 dominierten No Doubt die Charts aber Ende der 90er-Jahre begann sich Frontfrau Gwen Stefani auch als Solo-Musikerin zu etablieren. Ihren Durchbruch feierte sie dabei vor allem mit den Songs ‘What You Waiting For?’, ‘Rich Girl’ und ‘Hollaback Girl’. Ihre Solo-Karriere festigte sie 2006 weiter mit den Liedern ‘Wind It Up’ und ‘The Sweet Escape’.

Für 2015 ist bereits ein neues Album angekündigt, das sich sicherlich an dem Erfolg ihrer Vorgänger messen lassen kann.

Mehr: Gwen Stefani kennt keine modischen Fehltritte

10 Popstars, die erfolgreicher wurden als ihre Bands

Lionel Richie
Die Motown-Legende hat vor Kurzem beim Glastonbury-Festival alle daran erinnert, wie außergewöhnlich gut er als Musiker ist. Die Folge: Sein Album ‘Definitive Collection’ stieg in England prompt wieder auf die Nummer 1. Das ehemalige Mitglied der Commodores hat als Solo-Künstler bereits mehr als 100 Millionen Alben verkauft. Richtig gut lief es für ihn dabei unter anderem in den 80ern. Wer erinnert sich nicht an ‘Dancing On The Ceiling’, ‘All Night Long’ oder auch die wunderschönen Balladen ‘Hello’ und ‘Say You, Say Me’.

Sein letztes Album ‘Tuskegee’ (2012) erreichte übrigens – wen wundert’s – in den USA wieder einmal die Top-Position.

Sting
1977 gründeten Sting, Stewart Copeland und Andy Summers die britische Rock-Pop-Band The Police. Ab 1978 schaffte es die Gruppe mit mehreren Alben an die Spitze der Charts und wurde außerdem mit sechs Grammys ausgezeichnet. 1983 veröffentlichten sie mit ‘Synchronicity’ ihr letztes gemeinsames Album. Mitte 1985 brachte Sting mit ‘The Dream of the Blue Turtles’ sein erstes Soloalbum heraus. Die Single ‘If You Love Somebody Set Them Free’ wurde ein großer Erfolg. Das Album erreichte dreifach Platin und weitere folgten. Einen Höhepunkt in seiner Solo-Karriere markiert wohl das Jahr 1994: Die Kollaboration mit Bryan Adams und Rod Stewart für den Titelsong ‘All For Love’ aus dem Film ‘Die drei Musketiere’ blieb fünf Wochen an der Spitze der deutschen Charts und erhielt zudem Platin.

Diana Ross
An den legendären The Supremes müssen sich wohl alle Girl-Groups bis heute messen lassen. Und trotz des großen Erfolgs, konnte das ehemalige Mitglied Diana Ross mit ihrer Solo-Karriere alles noch toppen. Die Ikone hat im Laufe ihrer Karriere 91 Singles und 24 Studio-Alben herausgebracht. Darunter solche beeindruckenden Klassiker wie ‘Ain’t No Mountain High Enough’, I’m Still Waiting’, ‘Hangover’, ‘Upside Down’, ‘I’m Coming Out’ und ‘Chain Reaction’, um nur ein paar wenige zu nennen. Diana Ross wurde 1996 als ‘Billboard’s Female Entertainer’ des Jahrhunderts ausgezeichnet. Außerdem kann sie sich laut dem Guinness-Buch der Rekorde unter anderem die erfolgreichste weibliche Sängerin aller Zeiten nennen. Beyoncé ist ihr zwar dicht auf den Fersen, hat sie aber momentan noch nicht überholt. (CS)

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Fotos: WENN.com, Nino Munoz, SIPA/WENN.com