Freitag, 07. August 2015, 12:55 Uhr

"Fantastic Four": Regisseur Josh Trank distanziert sich vom eigenen Film

Josh Trank hat sich von seinem neuen Film ‘Fantastic Four’ distanziert. Der Regisseur, dessen Superhelden-Werk derzeit negative Kritiken sammelt wie andere Menschen Briefmarken, postete auf Twitter ein Statement, um sich für das missratene Spektakel zu rechtfertigen.

Fantastic Four: Regisseur Josh Trank distanziert sich vom eigenen Film

“Vor einem Jahr hatte ich eine fantastische Version davon. Und sie hätte großartige Kritiken erhalten. Ihr werdet sie wahrscheinlich niemals sehen. Das ist aber die Realität.” Kurze Zeit später hatte der Amerikaner seine Äußerung jedoch wieder gelöscht. Die Frustration Tranks mag nachvollziehbar sein: Nachdem er mehrere Monate an dem Film gearbeitet hatte, ließ das Studio drastische Änderungen vornehmen und eine neue Schnittfassung anfertigen. Wie schlimm muß das für einen Filmemacher sein!?

Mehr zu “Fantastic Four”: Miles Teller und Kate Mara wehren sich gegen Hasstiraden

Diese neue Schnittfassung macht das Debakel jedoch erst sichtbar: Die Kritiker sind sich einig, dass dieser Film chaotisch und unterentwickelt sei. Der ‘Hollywood Reporter’ schreibt etwa: “Ein Gefühl von Schwere, Trauer und großer Enttäuschung stellt sich während der zweiten Hälfte ein, indem der banale Aufbau sich in keinerlei dramatischen oder sinnlichen Höhepunkten auflöst.” Pete Travers vom ‘Rolling Stone’ pflichtete bei, indem er eine Erfindung des Films aufgreift: “Jeder ist scheinbar beeindruckt von der Erfindung eines Teleporters, der einen Affen in eine alternative Dimension bringen kann. Da dieser Film überhaupt keine Dimension ist, sind alle neidisch auf den Affen.”

Die Produktionsforma hat Berichten zufolge Anfang des Jahres zahlreiche Nachdrehs angeordnet und die Konvertierung in 3D sei schließlich aus Kostengründen abgesagt worden.

Foto: Constantin