Samstag, 15. August 2015, 16:38 Uhr

Jake Gyllenhaal: Eine faustdicke Überraschung in "Southpaw"

Kraftpaket und Kampfmaschine, eine Urgewalt im Ring: Als Boxer ist Billy „The Great“ Hope ein unerschrockener Draufgänger, den jeder Rückschlag nur noch mehr anspornt. Sein wüster, wütender Stil verzichtet auf jede Raffinesse, nicht einmal eine Deckung hat er nötig.

Jake Gyllenhaal: Eine faustdicke Überraschung in "Southpaw"

Billy kann es sich leisten, Schläge einzustecken, weil er umso härter auszuteilen vermag. Das hat ihn zum Weltmeister im Halbschwergewicht gemacht, an dem sich die Herausforderer reihenweise die Zähne ausbeißen.

Dass Jake Gyllenhaal diesen Billy Hope spielt, ist an sich schon eine faustdicke Überraschung, aber wie er ihn spielt, nichts weniger als eine wahre Sensation! Vom verträumten Teenager in ‘Donnie Darko’ (2001) über den feinfühligen Cowboy aus ‘Brokeback Mountain’ (2005) bis zum skrupellosen ‘Nightcrawler’ (2014) war Gyllenhaal stets auf nuancierte Porträts von Durchschnittstypen abonniert. Die Physis spielte dabei kaum eine Rolle.

Umso erstaunlicher wirkt seine Metamorphose zum muskelbepackten Instinktboxer! Wenn er, gleich in der ersten Szene, mit furchteinflößender Aggressivität seinen Titel verteidigt, haut einen das buchstäblich um. Und weil Gyllenhaal seine Rolle nicht nur mit ungeheurer Power, sondern auch mit einer sehr emotionalen, zwischenzeitlich mehr als tragischen Komponente ausstattet, gestaltet er diesen Mann zur faszinierenden, vielschichtigen Sportlerikone, die sich hinter Robert De Niros legendärem „wilden Stier“ aus Martin Scorseses ‘Raging Bull’ (1980) nicht zu verstecken braucht.

Packend und zugleich einfühlsam präsentiert Regisseur Antoine Fuqua das Dilemma seines zerrissenen Helden.

Jake Gyllenhaal: Eine faustdicke Überraschung in "Southpaw"

‘Southpaw’ ist einerseits ein wuchtiger Sportfilm, der bei der Schilderung der Boxwelt auf konsequenten Realismus setzt. Billys Kämpfe wirken bedeutend authentischer, näher dran am tatsächlichen Sport als alles, was Hollywood je gezeigt hat. Originalschauplätze wie der Madison Square Garden verleihen dem Film schillernde Echtheit, zugleich verzichtet Fuquas sehr präzise Inszenierung auf jedwede sensationsheischende Übertreibung.

Und darum gehts: Den Titel des Boxweltmeisters hat sich Billy Hope (Jake Gyllenhaal) hart von ganz unten erarbeitet, nicht zuletzt dank der unermüdlichen Unterstützung seiner geliebten Frau Maureen (Rachel McAdams), die im Hintergrund die Fäden zieht. Doch ein Schicksalsschlag, durch den auch das Leben von Billys kleiner Tochter aus den Fugen gerät, zerstört jäh die Idylle.

Jake Gyllenhaal: Eine faustdicke Überraschung in "Southpaw"

Als ihn dann auch noch sein langjähriger Freund und Manager (Curtis “50 Cent” Jackson) im Stich lässt, fällt Billy ins Bodenlose. Erst als Box-Coach Tick Wills (Forest Whitaker) ihn unter seine Fittiche nimmt, ist Billy bereit, sich wieder in den Ring zu wagen und sich dem härtesten Kampf seines Lebens zu stellen: dem Kampf gegen sich selbst.

Am Donnerstag, 20. August, startet der Film endlich in den deutschen Kinos.

Jake Gyllenhaal: Eine faustdicke Überraschung in "Southpaw"


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Fotos: Tobis, Universal Music