Montag, 17. August 2015, 18:35 Uhr

TV-Mörder Sergius Buckmeier wäre auch gerne mal nett im Film

Der deutsche Schauspieler Sergius Buckmeier (29) ist seit seiner Rolle als Kindermörder im ARD-Film ‘Mord in Eberswalde’ als Verbrechertyp abgestempelt, wäre aber gern mal nett.

TV-Mörder Sergius Buckmeier wäre auch gerne mal nett im Film

“Seit ‘Mord in Eberswalde’ kamen nur Anfragen für böse und sonstige Psycho-Rollen: zum Beispiel in ‘Alarm für Cobra 11’ ein Zuhälter und Mafioso, der vom Bordelldach aus in den Tod stürzt, einen Mörder für ‘Soko Kitzbühel’ oder einen Geldfälscher für eine ZDF-Doku”, sagte Buckmeier heute der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

“Zuletzt habe ich in einem Kinoprojekt einen schrägen Liebhaber gespielt, der zum Schluss umgebracht wird”, sagte der Düsseldorfer Buckmeier. Das seien zwar alles Rollen, die ihn auch reizten und die er sehr gerne spiele. “Ich muss aber nicht immer den todgeweihten Unsympathen spielen, ich wäre schon auch gerne mal der überlebende Publikumsliebling.”

TV-Mörder Sergius Buckmeier wäre auch gerne mal nett im Film

‘Mord in Eberswalde’ (2013) wird am Mittwoch um 20.15 Uhr im Ersten wiederholt. Buckmeier spielt den mutmaßlichen Mörder Erwin Hagedorn.

Und darum geht’s: DDR 1969: Kommissar Heinz Gödicke und Stefan Witt, Major des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), sind alte Freunde. Gemeinsam sollen sie den bestialischen Mord an zwei neunja?hrigen Jungen in Eberswalde aufklären. Zeugenaussagen bringen sie ebenso wenig weiter wie herkömmliche Ermittlungsmethoden. Der Versuch des Kommissars, sich in den Mo?rder hineinzuversetzen, sorgt für Befremden. Gödicke ist sich jedoch zunehmend sicher, dass die beiden Morde das Werk eines psychisch kranken Menschen sind – eines Sadisten.

Fotos: Foto: Stefan Klüter, WDR/Wolfgang Ennenbach,