Samstag, 22. August 2015, 9:44 Uhr

Dr. Dre entschuldigt sich bei seinen weiblichen Prügelopfern

Dr. Dre hat sich öffentlich bei den Frauen entschuldigt, die er geschlagen hat. Der 50-Jährige, dessen Gewalttaten in dem Biopic ‘Straight Outta Compton’ nicht thematisiert wurden, hat sich über seine Vorgehen in den 80er und 90er Jahren geäußert.

Dr. Dre entschuldigt sich bei seinen weiblichen Prügelopfern

In einem Statement, das der ‘New York Times’ vorliegt, sagte der Rapper, der seit 1996 mit Nicole Young verheiratet ist: “Vor 25 Jahren war ich ein junger Mann, der zuviel getrunken hat und nicht klarkam ohne richtige Strukturen in meinem Leben. Das ist natürlich keinerlei Entschuldigung für das, was ich getan habe. Ich bin seit 19 Jahren verheiratet und ich arbeite jeden Tag daran, ein besserer Mann für meine Familie zu sein und suche mir Unterstützung. Ich tue alles, was ich kann, damit ich nie wieder dieser Mann werde. Ich entschuldige mich bei den Frauen, denen ich wehgetan habe. Ich bedauere zutiefst, was ich getan habe und ich weiß, dass das unser Leben für immer beeinflusst hat.”

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Zuvor hatten sich zwei Frauen kurz nach Erscheinen des erfolgreichen Streifens über die ‘N.W.A.’-Gründung darüber beklagt, dass das Thema im Film keinen Platz finde. Die R&B-Sängerin Michel’le, die von 1990 bis 1996 mit Dre zusammenwar, sagte im Interview mit ‘VladTV’: “Warum sollte mich Dre erwähnen? Ich war eine ruhige Freundin, die geschlagen wurde und der erzählt wurde, sie solle sich hinsetzen und die Klappe halten.” Auch die Journalistin Dee Barnes hatet in einem Essay im ‘Gawker’ von Tritten und Schlägen auf einer Release-Party erzählt, die sie letztendlich ihren Job kosteten.

Übrigens: In über 80 Ländern stürmte Dr. Dre mit seinem neuen Album “Compton” Platz 1 der iTunes-Charts, darunter auch Deutschland. Zudem eroberte das Album in Kanada, Australien, Holland und auch in Großbritannien die Spitze der Verkaufscharts!
Die ‘Süddeutsche Zeitung’ schrieb “Seit den wilden Zeiten von N.W.A. war keine seiner Platten mehr so politisch.” und die FAZ resümierte “Die sechzehn Tracks der Platte überwältigen.” ‘Spiegel.de’ schrieb: “Einige der stärksten Tracks die DRE je produziert hat” und ‘Spex’ kommentierte: “Jede Line, jeder Beat sitzt am richtigen Punkt” Auch die ‘Welt am Sonntag’ zeigte sich begeistert: “Wäre Rap ein Computerspiel, hätte Dre es als Erster durchgespielt.” Und der Focus schrieb: “Mit viel prominenter Unterstützung produziert, ist das Album ein Highlight eines Genres geworden.”

Foto: Tonya Wise/AdMedia/SIPA/WENN.com