Samstag, 22. August 2015, 21:07 Uhr

Til Schweiger über Neid, Missgunst und Matthias Schweighöfer

Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger ist in der derzeitigen Flüchtlingsdebatte in den Schlagzeilen. Dabei muß er sich immer wieder gegen Kritiker zur Wehr setzen, die ihm unterstellen, sich vor allem wegen der eigenen PR zu engagieren.

Til Schweiger über Neid, Missgunst und Matthias Schweighöfer

In einem ausführlichen Interview mit dem Hamburger ‘Spiegel’ nahm der 51-Jährige zu diesen Vorwürfen erneut Stellung und positionierte zwei seiner berühmte Filmkollegen auf eine überraschende Art und Weise. Dazu sagte er: “Jetzt schauen Sie sich mal an, was ich hier in der deutschen Filmindustrie abgezogen habe. Meine Firma Barefoot Films ist gerade so erfolgreich, das hat nicht mal der Bernd Eichinger hingelegt.” Immer wieder seien er und seine Filme “in die Tonne getreten” worden. “In Deutschland gibt es drei Filmstars: Til Schweiger, dann gibt es seit Neuestem Matthias Schweighöfer und Elyas M’Barek. Und that’s it.” Man müsse sich vorstellen, dass Will Smith in Amerika “über Jahre fertiggemacht werden” würde, fügte er hinzu: “Der kann nichts, der ist dumm, die Filme sind scheiße.” Wenn er sich nun festlegen müsste, “in welchem Land der Neid erfunden wurde, dann würde ich sagen in Deutschland.”

Warum, so fragt der ‘Spiegel’, ginge denn niemand auf Schweighöfer los, wenn doch Neid und Missgunst in Deutschland so groß seien? Til Schweiger antwortete dazu: “Weil er nichts sagt. Weil er den Journalisten seine Filme zeigt und gleichzeitig auch noch einen auf Welpenschutz macht: Ja, ich muss noch viel lernen. Aber lassen Sie den Schweighöfer mal irgendwo klar Position beziehen, und lassen Sie ihn mal noch ein bißchen mehr Erfolg haben, dann werden Sie sehen, was passiert”.

Er bekämpfe jedenfalls den Mangel an Empathie und Mitgefühl, so Schweiger in dem mehrseitigen Gespräch und er sei “kein Politiker, und er habe nicht vor einer zu werden: “Ich glaube, das wäre keine gute Idee. Ich polarisiere.” Mit seinen Film wie ‘Honig im Kopf’ oder ‘Barfuß’ leiste er aber “auch einen Beitrag an Mitmenschlichkeit”.

Foto: WENN.com