Mittwoch, 26. August 2015, 10:39 Uhr

Tom Cruise und die Fragen nach Scientology

Regisseur Paul Haggis hat die Medien stark dafür kritisiert, Tom Cruise nicht zu einer Stellungnahme über seine Mitgliedschaft in der Scientology-Kirche zu bewegen. Der Schauspieler ist seit vielen Jahren treuer Anhänger der umstrittenen Gemeinde, verbietet Journalisten jedoch, in Interviews nach Scientology zu fragen.

Tom Cruise und die Fragen nach Scientology

Dass die Journalisten diesem Deal zustimmen, stößt dem Haggis, der selber Scientologe war, nun sauer auf. Er holte gegenüber der Branchen-Plattform ‘The Wrap’ zum Rundumschlag aus, indem er die Presseleute als “PR-Werkzeuge” bezeichnete: “Tom Cruises PR-Menschen sind sehr klug. Aber ich weiß nicht, wie sich Journalisten noch Journalisten nennen können, wenn sie nicht mutig genug sind, eine Frage zu stellen. Ich meine, wie groß muss der Elefant im Raum sein, bevor man beginnt, darüber Fragen zu stellen?”

Mehr: Tom Cruise kündigt schon “Mission: Impossible 6? an

Scientology ist derzeit wieder in aller Munde, nachdem Alex Gibneys Dokumentation ‘Going Clear’ seine Premiere feierte, in der auch Haggis als Ex-Mitglied sein Wissen teilte. Dass Cruise, der erst kürzlich seinen neuen Film ‘Mission Impossible: Rogue Nation’ in die Kinos brachte, sich daraufhin Fragen zu seiner Religion verbot, verstehe er zwar, heiße es aber nicht gut, dass sich andere auf diesen Deal einlassen: “Es gibt Dinge wie journalistische Integrität und manchmal gibt es Dinge, die einfach wichtiger sind als einfach nur Werbung für einen Film zu machen. Es ist so offensichtlich! Da ist ein riesengroßer Elefant und jeder Journalist hat zugestimmt, ihn nicht anzusprechen. Warum? Du bist dann nur ein Teil der PR-Maschinerie. Schäme dich!”

Foto: WENN.com