Sonntag, 06. September 2015, 17:13 Uhr

Michael Ammer: Es kommen immer mehr Selbstdarsteller auf Partys

Michael Ammer ist eigentlich für seine ausschweifenden Partys bekannt und das schon seit vielen, vielen Jahren. Hin und wieder sah man den Lebemann auch mal im Fernsehen, doch mit seiner Teilnahme an ‘Promi Big Brother‘ wagte er sich erstmals in ein Reality-TV Format. klatsch-tratsch.de plauderte mit dem bekanntesten deutschen Eventveranstalter.

Michael Ammer: Es kommen immer mehr Selbstdarsteller auf Partys

„Ehrlich gesagt wurde ich zur Teilnahme mehr überredet und zwar mit dem Argument, dass man sich im Leben und als Mensch auch weiter entwickelt. Und privat bin ich eigentlich ein ganz ruhiger Mann geworden und diese Seite wollte ich von mir gerne zeigen.“

Anders als man eigentlich erwarten würde, zeigte sich Michael Ammer bei ‘Promi Big Brother’ eher ruhig und gesellig: „Ich habe mich da eher als der Papa gefühlt und musste auch einige Streits schlichten oder die jungen Mädels verteidigen. Ich bin einfach ruhiger und bin nicht der Typ, der sich groß in Streitigkeiten einmischen will. Ich habe mich dort wirklich so gezeigt wie ich auch privat bin. Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch. Meine Intention war auch echt nicht, das Ding zu gewinnen. Ich wollte einfach zeigen, dass ich nicht mehr der aufgedrehte Typ wie in den 90ern bin.“

Michael Ammer: Es kommen immer mehr Selbstdarsteller auf Partys

Seit vielen Jahren lebt Michael ein Leben in Saus und Braus, doch privat mag er es am liebsten so ruhig wie möglich: „Das ist natürlich auch das Alter, aber auch weil ich seit Jahren eine Freundin habe. Wir wohnen sehr abgeschieden in einem kleinen Elbdorf bei Hamburg und machen es uns da unter der Woche echt gemütlich. Aber wenn man natürlich in einem 700-Seelen-Dorf wohnt, freut man sich auch, wenn man 2-3 Mal im Monat rauskommt und seine Events hat. Ich mache meine Events ja europaweit, das macht natürlich Spaß. Aber genauso Spaß macht es, jeden Sonntag zurückzukehren in mein Dorf.“

Michael ist einer, der die vielen Facetten des Nachtlebens miterlebt hat und auch er muss sich eingestehen, dass die heutige Ausgehszene nichts mehr mit den wilden 90er Jahren gemeinsam hat. „Ich mache seit 1987 Partys und die wildeste Zeit war auf jeden Fall in den 90ern. Da gab es noch kein Facebook und die ganzen anderen Medien, da sind die Leute auf die Partys gekommen, um exzessiv zu feiern. Den jungen Leuten heute ist es wichtig, die größte Wodkaflasche im Club zu posten. Sie haben ein größeres Aufmerksamkeitsdefizit, als es die jungen Menschen früher hatten. Die Leute gehen heute nicht mehr zum feiern auf Partys, sondern um sich irgendwie darzustellen.“

Nichts desto trotz feiert Michael Ammer munter weiter und veranstaltete erst am Donnerstagabend in Berliner Club „The Pearl“ eine Record Release Party für seinen ‘Promi Big Brother’-Kollegen Menowin Fröhlich, der im Rahmen der Veranstaltung seine neue Single „One Step Closer“ präsentierte. (TT)

Fotos: AEDT/WENN.com