Dienstag, 08. September 2015, 18:52 Uhr

Entfesselungskünstler Antony Britton: Lebendig begraben und dann passierte das...

Den Meisten ist sicher der berühmte Magier Harry Houdini ein Begriff. Dieser starb 1926 im Alter von nur 52 Jahren und steht bis heute für äußerst gefährliche Zauber-Stunts. Er machte sich unter anderem einen Namen mit riskanten Entfesselungen unter Wasser.

Entfesselungskünstler Antony Britton: Lebendig begraben und dann passierte das...

Auch das Thema, “lebendig begraben zu werden”, faszinierte den Künstler. Antony Britton, ein Entfesselungskünstler aus Linthwaite, West Yorkshire, wollte es dem berühmten Magier jetzt gleichtun und ihn sogar noch etwas übertreffen. Diesen Ehrgeiz musste er aber beinahe mit dem Leben bezahlen. Das berichtet unter anderem die britische Zeitung ‚Daily Mail’. Der mit Handschellen gefesselte Britton ließ sich unter fast zwei Meter Erde lebendig in einem der Normalgröße entsprechenden Grab „verbuddeln“. Britton wollte sich dann ohne Hilfe selbst aus diesem Erdloch befreien. Leider klappte es nicht, wie geplant. Neun Minuten nach seinem missglückten Befreiungsversuch wurde der Zauberkünstler schließlich von Mitgliedern seiner Crew bewusstlos aus dem Erdloch befreit.

Ein Krankenwagen stand prphylaktisch bereit, wo er schließlich so lange mit Sauerstoff versorgt wurde, bis er wieder zu sich kam. Sein gefährliches Unterfangen kostete Britton außerdem noch eine gebrochene Rippe sowie zahlreiche kleinere Kratzer.

Nachdem es ihm wieder besser ging, äußerte sich der Entfesselungskünstler zu seinem misslungenen Vorhaben, das er vor einem gespannten Publikum eines Charity-Events in Slaithwaite Spa absolviert hatte: „Ich wäre fast gestorben. Ich war nur Sekunden davon entfernt. Es war schrecklich. Ich habe den starken Druck der Erdmasse überall um mich gefühlt. Selbst wenn ich eine Atemhöhle gefunden hatte und ich ausatmete, hat sich der Druck auf mich noch verstärkt. Ich habe gefühlt, wie ich bewusstlos werde und es gab nichts, was ich dagegen tun konnte.“ Und er ergänzte weiter: „[…] aber meine Crew war vorher gut trainiert worden. Sie wussten ziemlich genau, wo ich mich unter der Erde befinde und nachdem der Bagger hinter mir auftauchte, hat das Team mit seinen Händen die Erde weggemacht, so dass sie mich erreichen konnten.“

Trotzdem sei er sehr enttäuscht gewesen, als er bemerkt hätte, dass er nur noch etwa 60 Zentimeter von der Oberfläche entfernt gewesen wäre. Mittlerweile kann er aber schon besser damit umgehen: „Ich habe alles gegeben aber es war einfach nicht mein Tag. Aber ich befinde mich [ja] in bester Gesellschaft.“ Tatsächlich ist Mr. Britton nämlich die dritte Person, die innerhalb von 100 Jahren einen solchen Stunt versuchte. Selbst Harry Houdini, der 1915 mit dieser Idee aufwartete und der britische Entfesselungskünstler Alan Alan, der 1949 sein Glück versuchte, hatten keinen Erfolg. Auch diese beiden mussten von ihren Crew-Mitgliedern herausgezogen werden. Wichtiger als jeder Ruhm ist doch, dass Antony Britton bei seinem riskanten Stunt noch einmal mit dem Leben davongekommen ist! (CS)

Foto: Twitter