Montag, 14. September 2015, 22:39 Uhr

Elton John träumt von Teatime bei Wladimir Putin

Sir Elton John gibt die Hoffnung nicht auf und versucht auf ein Neues, ein Gespräch mit Russlands Diktator Wladimir Putin zu suchen, um die harten Anti-Homosexuellen Gesetze im Lande zu entschärfen.

Elton John träumt von Teatime bei Wladimir Putin

Dabei hatte es die britische Poplegende schon vor einem Jahr versucht und wurde mehr oder weniger schroff abgewiesen. 2013 gab der bekennnende schwule 68-Jährige Superastar in Moskau trotz Protesten zwei Konzerte und löste in Russland eine Diskussion aus. Daraufhin verabschiedete der beschränkte russische Präsident ein Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“, d.h. jegliche positive Äußerungen über Homosexualität in den Medien und Internet sowie überall dort, wo Kinder bzw. Minderjährige Zugang haben könnten. Das betrifft auch Ausländern, die nach Russland einreisen.

In einem Interview mit dem britischen Sender BBC erklärte Elton John (auf dem Foto mit Adoptivsohn Zachary) nun, dass er seinen Einfluss als Musiker dafür nutzen möchte, um sich für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle einzusetzen. Deshalb hat er sich es auch zu Aufgabe gemacht, den offenbar doch erzkontroversen Putin zu überzeugen oder zumindest mit ihm bei einer Tasse Tee zu sprechen: „Ich würde ihn gerne treffen. Ich würde mich gerne mit ihm hinsetzen und mit ihm sprechen. Jedenfalls wenn ich ihn treffe, werde ich sagen: Komm, lass uns eine Tasse Tee trinken und über das reden. Vielleicht würde er hinter meinem Rücken über mich lachen… und mich einen Vollidioten nennen. Aber wenigstens hätte ich dann ein reines Gewissen und könnte mir sagen, dass ich es zumindest versucht habe.“

Elton John weiter: „Ich würde sagen: Komm schon … Schwule sind nicht das Problem. Wir sind nicht das Problem auf der Welt. Die Welt hat größere Probleme als Homosexuelle. Akzeptiere und lass uns alle an einem Strang ziehen und versuchen, die Probleme der Welt gemeinsam zu lösen. Isoliere nicht und sei nicht voreingenommen gegenüber Homosexuellen.“

Der Star, der nächstes Jahr 50 Jahre auf der Bühne steht, fügt aber noch hinzu: „Ich mag die Russen. Als ich im Jahr 1979 hinfuhr war ich erstaunt wie freundlich, nett und liebevoll sie waren und das ist wahrscheinlich die einzige Macht, die ich habe, um meinen Ruhm und Reichtum zu nutzen, damit die Menschen durch die Musik zusammengebracht werden und dann zu versuchen die Botschaft des Friedens und der Akzeptanz und Integration (in meinem Alter) zu vermitteln. Ich hätte das wahrscheinlich in meinen 40ern oder 50ern nicht getan, weil ich ständig betrunken war und wie Sie ja wissen, auch drogenabhängig.“ Vor kurzem erst besuchte Sir Elton John den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, sowie führende Geschäftsleute, um sich für die Homosexuellen Rechte einzusetzen. Dabei wurde er von seinem Ehemann David Furnish begleitet.

Foto: WENN.com