Mittwoch, 16. September 2015, 23:48 Uhr

New Yorker Duo Bob Moses feiert den Bass! Debütalbum ist da

Das aus Kanada stammende und in New York residierende Duo Bob Moses (das sind Tom Howie und Jimmy Vallance) kündigen heute die Veröffentlichung ihres Debütalbums ‘Days Gone By’ für den 18. September an.

New Yorker Duo Bob Moses feiert den Bass! Debütalbum ist da

Nach dem von der Kritik außerordentlich positiv aufgenommenen Compilation Album ‘All In All’, das diesen April bereits bei Domino erschien, wird das nicht nur von von der EDM-Szene heiß erwartete Debütalbum zehn neue Tracks enthalten. Das Spektrum zwischen klassischem Band-Instrumentarium und elektronischem Club DJ Act belagernd, vereinen Bob Moses in ihrem Sound die brütende Lebendigkeit beider Setups. Eine so markante wie fortschrittliche Dualität, mit der Howie und Vallance auf Debütalbum ‘Days Gone By’ spielend umzugehen wissen.

Schmeichelnden Dancefloor-Sound mit Momenten der tiefer Downbeat Entspannung verbrüdernd, hetzt ‘Days Gone By’ zu keinem Zeitpunkt einem halbgaren Ziel entgegen. Stattdessen will es gemächlich und kraftvoll verführen, nimmt sich Zeit und bereitet über seine zehn Tracks verteilt einige raffinierte Überraschungen. Der so balancierende Tanz zwischen Mann und Maschine bedarf natürlich einer behutsamen Ausführung und ist doch gleichzeitig Bob Moses’ mutige Expedition in einen Raum der verschlierten Stimmungen und zeitlosen Introspektive.

“Wir waren noch nie so glücklich Musik einfach mit der Gitarre zu machen”, sagt Tom Howie über den organisch-elektronischen Sound von Bob Moses. “Unsere Live-Show kombiniert, was einen DJ auszeichnet mit einer Rockband ” fügt Vallance hinzu.”Alles fließt zusammen in einem kontinuierlichen Mix für die Tanzfläche, aber es ist alles unsere eigene Musik – mit Live-Gesang und Gitarre. “

Howie und Vallance lernten sich bereits zu High School Zeiten in Vancover kennen, aber sie verloren den Kontakt zueinender, als Howie begann am Bostoner Berklee College Of Music zu studieren, während Vallance sich der Produktion kommerzieller Dancefloor Filler mit Chartpotential widmete. Erst als beide unabhängig voneinander nach New York zogen, sich dort zufällig auf einem Parkplatz wieder begegneten und feststellten, dass sie Musik inzwischen in ihren jeweils eigenen Studios aufnehmen und diese Studios auch noch in direkter Nachbarschaft voneinander liegen, war klar: man wird sich zum Jammen treffen.

New Yorker Duo Bob Moses feiert den Bass! Debütalbum ist da

“Wir hatten ein paar Tage, um in meinem Studio ein bißchen Spaß zu haben und am Ende der Woche sagte ich Tom ‚ Kommen mit zu mir nach Hause und lassen uns das jeden Tag machen.‘“, erinnert sich Vallance.

Gestählt durch die legendären und mittlerweile illegalen New Yorker Underground Parties der Warehouse Clubszene, aus der ganze Generationen von House und Techno Enthusiasten hervorgegangen sind (beispielsweise die um den Marcy Hotel oder ReSolute Club), tauchten Howie und Vallance tiefer in die Materie ein und schrieben z.B. Hooklines für Francis Harris’ Projekt Frank &Tony.

Der Bandname zollt übrigens dem Mann Respekt, der die Geburtsstadt des Projektes, New York, durch seine stadtplanerische Arbeit an berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Shea Stadium und dem Brooklyn-Queens Expressway so maßgeblich geprägt hat: Robert Moses.

Die Soundpalette auf Bob Moses Debütalbum verbindet die Coolness der Elektronik mit einem menschlichem Touch: von der Kölner Elektroszene beeinflusste Techno- Rhythmen im Hintergrund treffen auf geerdete, fast jazzige Texturen im Vordergrund, während dazwischen die elegante Andersartigkeit des Detroit Sounds auf blitzt. Das Ganze wird von Howies weicher Stimme gekrönt, die anstatt dominant zu wirken, sich geschmeidig in den verführerischen Gesamtmix einbettet.

Die Balance zwischen Mensch und Maschine, die Bob Moses auf diesem Album vollbringt, bedarf natürlich einer behutsamen Ausführung und ist doch gleichzeitig Bob Moses’ mutige Expedition in einen Raum der verschleierten Stimmungen, beschaulichen Einsichten und des zeitlosen Songwritings, das sich aus dem digitalen wie dem analogen Lager bedient. Ohne eines der beiden Elemente zu bevorzugen, liefert Days Gone By letztlich auch den Beweis, für die Raffinesse der ganz eigenen Kunstform dieses Duos und ist sowohl für den Genuß über Kopfhörer als auch über eine Clubanlage bestens geeignet.

New Yorker Duo Bob Moses feiert den Bass! Debütalbum ist da

Fotos: Tim Saccenti, Nick Pomery