Samstag, 19. September 2015, 18:57 Uhr

Grace: Hier plaudert die neue Popgranate aus Down Under

Grace ist für Überraschungen gut: Wenn man ihre erste Single „You don’t own me“ hört, dann stellt man sich bei der sinnlich rauchigen Stimme einen Whisky trinkenden Victorias-Secret-Engel mit Kippe in der Hand vor. Tatsächlich handelt es sich bei der Newcomerin um eine 18-jährige Blondine Typ Khloe Kardashian mit Babyspeck.

Grace: Hier plaudert die neue Popgranate aus Down Under

Ganz süß eigentlich, aber mit einer unglaublichen Stimme gesegnet, von der wir in Zukunft bestimmt noch eine Menge hören werden. klatsch-tratsch.de-Reporter Dennis hat sich mit der hübschen Australierin zum Talk getroffen:

Worum geht es in deiner Single „You don’t own me“?
Es ist ein Remake von Lesley Gore’s gleichnamiger Single aus dem Jahre 1964. Der originale Song stammt von Quincy Jones und mein Manager ist seit vielen Jahren mit ihm befreundet. Er hat ihm Musik von mir vorgespielt und mein Manager fragte dann: „Wenn wir jemals einen Song von dir remaken sollten. Welchen sollten wir nehmen?“ Und da meinte er Lesley Gores „You don’t own me“. Wir haben den Song im letzten Winter aufgenommen und er kam dann kurz nachdem Lesley Gore im Februar verstorben ist, als Tribute raus. Inhaltlich geht es um die Stärkung der Frauen. Lesley und ich haben den Song beide gemacht als wir 17 waren und in diesen Jahrzehnten hat sich, was die Rolle der Frau in der Gesellschaft angeht, eine ganze Menge geändert. Ich begreife den Song als einen Enpowerment-Song.

Ende des Jahres kommt dein erstes Album auf den Markt.
Ja, genau. Anfang des Jahres kam ja meine EP „Memories“ raus und das Album ist quasi die Vertiefung davon. Vom Sound ist es ähnlich. Man hört meine Einflüsse aus Soul und HipHop. Man kann zwischen der EP und dem Album meine Veränderung verfolgen. Ich bin in dieser Zeit als Sängerin und Songschreiberin gewachsen. Auch inhaltlich geht die Platte noch tiefer.

Wird es Feature geben?
Das kann ich noch nicht sagen. Da sitzen wir noch dran. Ich muss aber auch dazu sagen, dass das Album erst zu Hälfte fertig ist. Das heißt, wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns.

Dein Bruder Conrad – bekannt vom Megahit „Firestone“ zusammen mit Kygo – und du starten aktuell quasi gleichzeitig fett durch. Ihr seid die ersten Geschwister, die unabhängig voneinander in Australien innerhalb kürzester Zeit auf dem ersten Platz der Charts waren. Gibt es da nicht so etwas wie Konkurrenzkampf?
Weißt du, er ist fast zehn Jahre älter, deshalb bin ich einfach seine Baby-Schwester und er ist mein großer Bruder. Der Erfolg des anderen, ist auch der eigene Erfolg. Wenn er gewinnt, gewinne auch ich.

Du hast es ja eben erwähnt. Zwischen Euch liegen zehn Jahre Altersunterschied. Worüber streitet man sich denn da? Die üblichen Streitdinge fallen da ja eher weg.
Wir haben eigentlich nie wirklich viel gestritten. Er war immer mein großer Bruder, der mich beschützt hat. Ich war quasi noch ein Baby, als er in dem Alter war, in dem man sich ständig herumstreiten würde. Deshalb hatten wir das nie, was ja eigentlich echt gut ist.

Grace: Hier plaudert die neue Popgranate aus Down Under

Kygo durfte eine zufällige Frage für den nächsten Promi im Interview stellen. Seine Frage: Mit wem würdest du lieber zusammenarbeiten: Michael Jackson oder Bob Marley?
Auf jeden Fall Michael Jackson. Nichts gegen Bob Marley, er ist großartig, aber Jacko ist einfach der Größte. Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte ihn zu treffen, dann wäre ich der glücklichste Mensch auf der Welt.

Dann hinterlasse jetzt bitte deine zufällige Frage.
Welche CD ist die Erste, die du gekauft hast?

Welche fünf Worte würdest du wählen, wenn du einen Song über deine letzte Woche schreiben müsstest?
Ich war für eine Charity-Organisation, die Kinder und Familien bei ihrem Kampf gegen Krebs begleitet, in Denver. Deshalb hätte der Song vermutlich sehr viel damit zu tun. Ich hatte ein tolles Wochenende mit den Kindern und würde definitiv das Wort „Passion“ wählen. „Verlust“, „Gebrochenes Herz“, „Neues Leben“ und „Dankbarkeit“. Letzteres, weil mir das Wochenende mit den Kindern gezeigt hat, dass ich alles wertschätzen sollte, was ich habe. Wir haben echt Glück und das nehmen wir für selbstverständlich.

Apropos Selbstverständlich: Was hasst du an deiner Heimatstadt Brisbane am meisten?
Eigentlich nichts. Dort ist alles so ziemlich perfekt. Man lernt die Dinge zu lieben, die man als Kind an seiner Stadt gehasst hat. Die City und das Wetter sind super, das Essen ist toll und die Leute sind, wie in ganz Australien, sehr entspannt. Ein bisschen nervig ist vielleicht die ständige Hitze. Wir haben normalerweise keinen Winter, wie ihr ihn hier habt. Ich habe dort beispielsweise noch nie Schnee gesehen.

Crazy Frage: Was würdest du machen, wenn du eines Tags als Miley Cyrus aufwachen würdest?
Das wäre echt spannend, weil sie einfach so offen und rebellisch ist. Sie macht vermutlich genau all die Dinge, die ich sonst nicht so mache. (lacht) Ich würde die Situation so annehmen, wie sie ist und diesen einen Tag genießen.

Fotos: Harper Smith