Sonntag, 20. September 2015, 11:10 Uhr

Daniel Brühl über "Sinnkrisen voller Selbstmitleid"

Schauspieler Daniel Brühl geht durch manch Wechselbad der Gefühle. Trotz seines großen Erfolgs als einer der gefragtesten deutschen Schauspieler kennt der 37-Jährige “Sinnkrisen voller Selbstmitleid”.

Daniel Brühl über "Sinnkrisen voller Selbstmitleid"

Eine große Hilfe bei der Bewältigung sei ihm dabei seine Freundin Felicitas Rombold, die Psychologin sei, erzählte Brühl dem Magazin des ‘Kölner Stadt-Anzeigers’. “In gewissem Sinn bin ich ein Superfall für sie.” Eine gewisse Art von Narzissmus sei ihm ebenso wenig fremd wie Stimmungsschwankungen. Wenn er zum Beispiel bei einer Preisverleihung nominiert sei und dann nicht gewinne, erlebe er ein Wechselbad der Gefühle. “Und solche absurden Momente sind für Psychologen wahnsinnig spannend.”

Zurzeit ist Brühl in der Literaturverfilmung ‘Ich und Kaminski‘ nach dem Roman von Daniel Kehlmann in einer Rolle als windiger Kunstkritiker zu sehen.

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Inzwischen wurde ein erster Trailer zu dem Drama ‘Colonia’ veröffenlicht, der auf dem Filmfesruval in Toronto seine Weltpremiere erlebte. Allerdings hagelte es vernichtende Kritiken für den Politstreifen mit Emma Watson und Daniel Brühl, der im Pinochet-Chile der 1070er spielt. So schrieb der renommierte ‘Hollywood Reporter’: “‘Colonia‘ stellt den durchweg absurden Versuch dar, einen Hollywood-Thriller aus einem der finstersten Kapitel der Geschichte Lateinamerikas zu schneidern.” Das Branchenmagazin ‘Variety’ schrieb: „Florian Gallenberger liefert ein lächerliches Beispiel für billige Genre-Klischees ab, das als aufgemotztes Abenteuer für Zuschauer funktionieren könnte, die die wahren, auf tragische Weise verwässerten Begebenheiten außer Acht lassen.“

‘Colonia’ startet am 21. Januar 2016 in den deutschen Kinos. (dpa/KT)

Foto: WENN.com