Montag, 21. September 2015, 20:57 Uhr

Bar Refaeli heiratet: Israels Mega-Event des Jahres

Die Hochzeit seines weltweit bekanntesten Fotomodels ist für Israel das Promi-Ereignis des Jahres. Bar Refaeli (30), lange eine der begehrtesten Singles, heiratet am Donnerstag den zehn Jahre älteren Geschäftsmann Adi Ezra.

Bar Refaeli heiratet: Israels Mega-Event des Jahres

Bei einer streng abgeschirmten Feier soll ein Rabbiner das Paar in einer exklusiven Anlage nahe der Hafenstadt Haifa trauen.Doch zwischenzeitlich gab’s schon Ärger. Die Schöne wollte den Luftraum über dem Carmel-Gebirge für Paparazzi-Drohnen und Hubschrauber sperren lassen, in dem sie offenbar heiraten will. Zwar hatte die Luftfahrtbehörde das unverschämte Ansinnen zunächst gestatten, zwei Tage später die Sperrung wegen zahlreicher Proteste wieder aufgehoben.

Sie wolle nun rasch eine Familie gründen, erzählt die blonde Schönheit dem israelischen Frauenmagazin ‘At’. “Ich bin bereit dafür, Mutter zu werden.” Mit dem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio war die Moderatorin der israelischen Version der TV-Show ‘X-Factor’ sechs Jahre lang zusammen. 2011 trennte sich das Paar. Es habe sie völlig aus der Bahn geworfen, als sie danach Bilder mit ihm und ihrer Nachfolgerin Blake Lively sah, erzählte sie der israelischen Zeitung ‘Jediot Achronot’. Sie habe stundenlang hemmungslos geweint. “Das war wie eine innere Reinigung.”

Adi Ezra lernte sie dann über gemeinsame Freunde kennen. Um ihre Hand soll er im Frühjahr bei einem Urlaub in der Karibik angehalten haben. Ezra ist Leiter des Familienunternehmens Neto, das sich auf den Import von Lebensmitteln spezialisiert hat. Seine Familie gehört zu den reichsten in Israel, ihr Vermögen wird auf 400 Millionen Schekel (93 Millionen Euro) geschätzt.

Im vergangenen Jahr hatten israelische Medien noch von einer Trennung zwischen Refaeli und Ezra berichtet: Bei einer Party nach einem Konzert der Rolling Stones in Tel Aviv soll sie heiß mit Altrocker Mick Jagger (72) getanzt haben. Ihr Freund habe darauf sehr eifersüchtig reagiert. Nach der Versöhnung gab das Paar jedoch im März seine Verlobung bekannt.

Für Refaeli ist es nicht die erste Ehe: Sie hatte 2003 einen älteren Freund der Familie geheiratet, sich jedoch wenig später wieder getrennt. Durch die Hochzeit konnte die damals 18-Jährige ihrem Wehrdienst entgehen, was ihr viele Menschen in Israel sehr übelnahmen. Frauen müssen regulär zwei Jahre lang dienen, Verheiratete sind jedoch ausgenommen. Die Armee kritisierte daher eine Kampagne des Außenministeriums mit Refaeli als “schönes Gesicht Israels”. Die berühmte Blondine gebe ein negatives Beispiel für Jugendliche ab, meinte Brigadegeneral Joav Mordechai.

Aufgewachsen ist das 1,74 Meter große Model, dessen Vorfahren aus Italien, Polen und Litauen stammen, in Hod Hascharon nördlich von Tel Aviv, auf der Pferdefarm ihrer Eltern. Ihr hebräischer Name Bar hat verschiedene Bedeutungen: rein, Getreide, freies Feld oder Wildnis.

Auch ihre Mutter Zipora, die Refaeli als “sehr, sehr gute Freundin” beschreibt, war Model. Tochter Bar hatte ihre erste Werbekampagne schon als acht Monate altes Baby. Der Durchbruch gelang ihr jedoch 2007 als erstes israelisches Model auf der begehrten Titelseite des Magazins ‘Sports Illustrated’.
Heute ist Refaeli nicht nur ein international erfolgreiches Model, sondern auch Geschäftsfrau. Sie ist Teilhaberin der israelischen Firmen “Carolina Lemke Berlin” (Sonnenbrillen) und “Urbanica” (Mode).

Refaeli verkörpert für viele den Typ der Naturschönheit. “Du bist schön, wenn es Dir bequem ist”, sagt die Sommersprossige, die auch mit 30 noch mädchenhaft wirkt. Auf ihrem Instagram-Profil, das 1,9 Millionen Menschen abonniert haben, steht ein Zitat des irischen Schriftstellers Oscar Wilde: “Be yourself, everyone else is already taken.” (Sei du selbst! Alle anderen sind schon vergeben.)

Auf die Frage nach dem Geheimnis einer guten Partnerschaft sagt Refaeli dem Magazin ‘At’ vor der Hochzeit mit Ezra: “Die Ewigkeit ist eine lange Zeit. Deshalb ist es besser, sie mit jemandem zu verbringen, der einen zum Lachen bringt.” (Sara Lemel, dpa)