Sonntag, 11. Oktober 2015, 14:45 Uhr

Harald Glööckler ausgesperrt

Kultdesigner Harald Glööckler wurde am Wochenende wegen einer geforderter “Authentifizierung” vom Sozialen Netzwerk Facebook ohne Vorwarnung gesperrt. Der Star ist empört.

Harald Glööckler ausgesperrt

Seit einiger Zeit fordert Facebook die wahrheitsgetreue Authentifizierung von “Personen des öffentlichen Lebens”. Jetzt hat es auch den umtriebigen Stardesigner erwischt. “Facebook fordert mich auf, mich persönlich zu identifizieren. Dem bin ich nachgekommen. Dies reichte Facebook nicht. Ich weigere mich aber, meine persönlichen Daten in dem von Facebook geforderten Ausmaß aus Datenschutzgründen herauszugeben. Ich soll beispielsweise meine Ausweisdokumente kopieren. Darin sind alle Daten enthalten, die mich und mein Leben betreffen. Dass die Aufforderung zur Übersendung einer eingescannten Kopie des Personalausweises gegen das Gesetz verstößt, scheint Facebook dabei nicht zu interessieren. Ich bin deshalb nicht bereit, meine Daten herauszugeben und mich in der geforderten Art und Weise zu offenbaren”, erklärt Glööckler.

Stattdessen wünsche sich der Kreativ-King, dass Facebook sich “lieber verstärkt darauf konzentriert, Hasstiraden, rassistische Hetze sowie bösartige Beleidigungen zu eliminieren und schneller zu löschen!”

Harald Glööckler ausgesperrt

Obgleich sich Glööcklers Anwälte der Sache angenommen haben, reagiert Facebook bislang nicht und der Account des “Prince Of Pompöös” ist nicht wieder aktiviert. “Zahlreiche Kunden, Fans und Freunde von mir machen sich Sorgen und fragen bei mir nach, was denn passiert ist, dass ich so plötzlich nicht mehr auf Facebook zu finden bin.”

Vor einigen Jahren hatte sich der Stardesigner dazu entschlossen, seinen Account selbst zu deaktivieren. Viele Beleidigungen standen auf seiner Seite fast schon auf der Tagesordnung. “Ich hoffe, auch im Interesse meiner Fans, dass sich dieses Missverständnis aufklärt, Facebook meinen Account so schnell wie möglich wieder frei gibt und ich wieder für meine Fans da sein kann. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich mich auf einer Plattform wiederfinden möchte, auf der es ermöglicht wird, die Würde des Menschen geschützt durch Anonymität mit Füßen zu treten.”

Fotos: WENN.com