Montag, 12. Oktober 2015, 18:43 Uhr

Karl Lagerfeld: "Ich war immer ein Außenseiter"

Karl Lagerfeld hat kein Verständnis für seine Kollegen. Der Designer zeigte soeben seine neuen Visionen für Chanel bei der Pariser Fashion Week und kümmert sich zudem noch um das Label ‘Fendi’ und sein eigenes. Der britischen ‘Vogue’ erklärte er, warum andere Designer womöglich überarbeitet sind.

Karl Lagerfeld: "Ich war immer ein Außenseiter"

“Wenn man denkt, es ist zu viel, dann sollte man die Finger von solchen Verträgen lassen. Ich kann die Designer nicht ausstehen, die erst das Geld nehmen und dann sagen, es sei zu viel Arbeit. Für mich ist das ganz normal, aber ich bin nicht normal. Ich mag die Arbeit, ich muss mich dazu nicht zwingen.” In Sachen Sport sieht es da allerdings ganz anders aus: “Ich könnte wohl noch mehr machen, aber ich bin da faul. Aber ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich habe nie Drogen genommen. Das habe ich nie gebraucht oder gewollt.”

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Gruppenzwängen habe er sich nie unterordnen wollen: “Ich würde nicht sagen, dass ich ein Beobachter war, aber ich war immer ein Außenseiter. In den 60ern und 70ern war es schwierig, wenn du nicht getrunken, geraucht oder Drogen genommen hast. Aber ich habe da nie mitgemacht. Ich mag die Idee, dass es damals eine Glaswand zwischen mir und den anderen gab, die mich beschützte.” Daher scheint der Designer vielleicht auch wunderbar mit dem Alleinsein zurechtzukommen: “Ich liebe es, allein zu sein. Wenn du krank, alt und kein Geld hast, dann ist das hart, aber in meinem Fall ist es absoluter Luxus, mal allein zu sein.”

Foto: WENN.com