Montag, 12. Oktober 2015, 15:23 Uhr

Michael Mittermeier: So funktionierte "analoger Shitstorm"

Der Münchener Kabarettist Michael Mittermeier kann sich noch an einen analogen Shitstorm erinnern: “Wir haben dem Hausmeister von unserer Schule noch persönlich vor die Haustür gekackt, das war unser Shitstorm”.

 Michael Mittermeier: So funktionierte "analoger Shitstorm"

So scherzte der 49-Jährige bei einem Danke-Konzert für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer am Sonntagabend in München. Heute erlebe er selbst wüste Beschimpfungen im Internet, vor allem wegen seines Engagements für Flüchtlinge. Pegida-Anhänger hätten ihn als linken Stimmungsmacher beschimpft. “Ich finde das so schön, es stimmt so!”, bedankte sich Mittermeier. “Ich bin links, seit ich denken kann, und ich bin ein Stimmungsmacher von Beruf, danke, Pegida, danke!”

Insgesamt waren 24.000 Zuschauer zu der kostenlosen Show gekommen, bei der Musiker wie Fettes Brot, Sportfreunde Stiller, Judith Holofernes, The Notwist, Herbert Grönemeyer, Wanda, Blumentopf, Wolfgang Niedecken sowie neben Michael Mittermeier auch Moderator Joko Winterscheidt ohne Gage auftraten. (dpa)

Foto: WENN.com