Dienstag, 13. Oktober 2015, 14:39 Uhr

Léa Seydoux: "Französische Männer sind mir zu feminin"

Der französische Filmstar Léa Seydoux ist als Bond-Girl im neuen James Bond-Film ‘Spectre‘ (ab 5. November) an der Seite von Daniel Craig zu sehen. Weltweit bekannt wurde die Charakterdarstellerin, die aus einer einflussreichen Familie der französischen Filmindustrie stammt, mit ihrer Rolle in dem provokanten Liebesfilm ‘Blau ist eine warme Farbe’, für die sie bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Léa Seydoux: "Französische Männer sind mir zu feminin"

Mit dem Magazin ‘Glamour’ sprach die Französin über starke Frauen, den Unterschied zwischen französischen und amerikanischen Männern. „Ich bin ein Mädchen meiner Generation, habe mich immer mindestens genauso stark wie Männer gefühlt”, sagte sie pber ihr Frauenbild. “Ich weiß, ich habe die gleichen Chancen. Und ich war schon immer sehr unabhängig. Zum Beispiel habe ich Verwandte, die wichtige Positionen in der Filmindustrie haben, aber ich habe mir von ihnen nie helfen lassen, sondern es alleine geschafft.“

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Léa Seydoux: "Französische Männer sind mir zu feminin"

Für die Schöne gebe es auch einen Unterschied zwischen französischen und amerikanischen Männern, wie sie gegenüber Glamour verriet: „Französische Männer sind mir ein bisschen zu feminin – wobei das natürlich eine Verallgemeinerung ist. Amerikaner dagegen sind in der Tendenz eher härtere Typen. Und ich mag eigentlich eine Mischung aus beidem. Ein Mann sollte auf jeden Fall auch sensibel sein und seine Gefühle ausdrücken können, solange er nicht zu androgyn wirkt. Denn ich suche auch Stärke.“

Warum sie sich für den Beruf der Schauspielerei entschieden hat, erklärte sie so: „Ich mag es, mich zu überwinden. Nach diesem Gefühl bin ich richtig süchtig. Wenn ich eine Herausforderung gemeistert habe, dann fühle ich mich stark.”

Léa Seydoux: "Französische Männer sind mir zu feminin"

Bei ‚Spectre‘ musste Seydoux aus acht Metern Höhe springen, obwohl sie Höhenangst habe, “und habe es doch getan. Oder ich lernte für die Rolle den Umgang mit Schusswaffen – mit denen ich mich eigentlich nicht wohlfühle. Es ist gut für deine Entwicklung, wenn du dich deinen Ängsten stellst und sie meisterst.“ Deshalb habe sie auch keine Angst mit freizügigen Sexszenen: “Ich finde Nacktheit schön. Erotische, sinnliche Szenen sehe ich selbst gerne. Wenn ich meinen unbekleideten Körper zeige, dann ist das in Ordnung. Dagegen fühle ich mich bloßgestellt, wenn ich meine Gefühle offenbare. Vor der Kamera zu weinen, bringt mich richtig durcheinander.“

Fotos: WENN.com, Sony Pictures