Freitag, 23. Oktober 2015, 9:50 Uhr

Christoph Waltz: "Cool ist ein Faktor, den ich nicht in Betracht ziehe"

Im neuen Bond-Film “Spectre” (Kinostart: 5. November) spielt Christoph Waltz den Bösewicht – eine coole Rolle für den Oscar-Gewinner. “Sehe ich aus, als würde ich etwas tun, weil es cool ist?”, fragt der 59-Jährige im Gespräch mit der Programmzeitschrift ‘TV Movie’.

Christoph Waltz: "Cool ist ein Faktor, den ich nicht in Betracht ziehe"

Der Hollywood-Export stellt klar: “Cool ist ein Faktor, den ich nicht in Betracht ziehe.” Ihn habe etwas anderes an dem Bond-Film gereizt: “Eigentlich wissen wir, wie die Geschichte endet. Ich finde es eine Herausforderung, daraus etwas Besonderes zu machen.” Ob Gert Fröbe, Curd Jürgens oder Gottfried John – als Bond-Schurke wurden schon früher gerne deutschsprachige Schauspieler verpflichtet. “Dafür gibt es eine banale Erklärung”, sagt Waltz, der abwechselnd in Berlin und L.A. lebt. “Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der deutsche Akzent mit den Nazis assoziiert. Zum Glück haben wir uns mittlerweile von diesem Klischee entfernt.”

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Was einen guten Bond-Bösewicht ausmacht? “Er bringt Bond zum Glänzen”, erklärt Christoph Waltz. “Bond absolviert Heldentaten, der Schurke ermöglicht sie ihm.” Sein persönlicher Ansatz für die Rolle: “Die besten Schurken sehen für mich wie ganz normale Leute aus. Das lässt sie noch viel furchterregender wirken.”

Christoph Waltz: "Cool ist ein Faktor, den ich nicht in Betracht ziehe"

Fotos: SonyPictures