Montag, 26. Oktober 2015, 10:42 Uhr

Keith Richards: Drogen machen doch nicht kreativ

Keith Richards glaubt, dass Drogenkonsum nichts mit seiner Kreativität zutun hat. Der 71-jährige ‘Rolling Stones’-Rocker, der mit seiner Drogenvergangenheit offen umgeht, betonte nun, dass er kein Verfechter der Idee ist, dass der Konsum illegaler Substanzen kreativ mache.

Keith Richards: Drogen machen doch nicht kreativ

Den Drogen schwor er ab, weil er Angst hatte, dass diese ihm wichtiger werden könnten als die Musik. “Ich hatte nie das Gefühl, dass das irgendetwas für meine Kreativität getan hat”, eröffnete er im Interview mit dem Radiosender ‘BBC Radio 4’. “Es hielt mich nächtelang wach, auf der Suche nach Stoff. Das musste aufhören, weil mir klar wurde, dass einige Experimente schon viel zu lange andauerten. Einige Leute können damit umgehen und andere nicht. Wenn einem die Drogen wichtiger werden als die Musik, dann hat man den Kampf verloren.” Richards verriet zudem, dass er im Jahr 1976 nur zwei Stunden nach dem Tod seines zehn Monate alten Sohns Tara auf die Bühne gegangen war.

“Es war damals so ein Schock. Ich bekam einen Anruf in Paris und das Konzert war in Genf. Ich dachte, ich werde verrückt, wenn ich diese Show heute Nacht nicht mache”, erklärte der Gitarrist und erzählte rückblickend weiter, “Wenn ich einfach hier sitze mit diesen Gedanken, weiß ich nicht, was ich tue. Vielleicht war das eine Art Selbstschutz; es war eine gemeine, gemeine Sache. Ich hatte ein Gefühl, dass das eine Show ist und ich auf die Bühne muss. Ich werde mir Sorgen machen und trauern und über alles nachdenken – nach der Show.”

Foto. WENN.com