Donnerstag, 29. Oktober 2015, 20:07 Uhr

Wotan Wilke Möhring über Ganzkörperrasur und mehr

Schauspieler Wotan Wilke Möhring (48) hat ein Rezept gegen Falten am Hals: “Rollkragenpullover tragen.” Denn vor Eitelkeit hütet er sich: Schauspieler sollten keinen Narzissmus annehmen, sagt er in der neuen Ausgabe der Illustrierten ‘Brigitte’.

Wotan Wilke Möhring über Ganzkörperrasur und mehr

“Es ist ein Privileg, für eine kurze Zeit in ein anderes Leben zu schlüpfen, und dazu muss man die Karten auf den Tisch legen und seine Seele offenbaren, aber wenn es stets nur um die eigene Seele geht, ist es traurig.” Wenn er morgens in den Spiegel sehe, “sehe ich da auch nur ein Gesicht von außen, das mit mir und meinen Gefühlen nicht viel zu tun hat. Das ist übrigens das Dilemma in Beziehungen, wenn wir missverstanden werden, weil wir innen anders fühlen, als wir äußerlich in Erscheinung treten. Das Innere nach Außen zu kehren ist als Schauspieler mein Job, als Privatmensch halte ich mich damit, zumindest vor dem Spiegel, nicht auf.”

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Gruppenzwang, wie den derzeitigen Trend zu langen Bärten, gebe es in jedem Milieu. “Das war damals so – selbst bei uns Punks – und ist es heute. Dieser Zwang funktioniert genau wie gesellschaftlicher Druck, und es ist ungeheuer befreiend, ihn abzuschütteln.” Ob ein Mann heute komplett rasiert sein müsse? “Ohne Sackhaare? Nein! Also ich hoffe doch, dass diese Entscheidung nach wie vor individuell getroffen wird.” Er jedenfalls lasse sich weder waxen, noch habe er Mitgliedskarten für Sonnen- oder Fitness-Studio. Und nach einem langen Drehtag gönne er sich lieber ein Bier als eine Massage.

Foto: WENN.com