Mittwoch, 04. November 2015, 19:28 Uhr

Quentin Tarantino gibt im Polizeikrieg nicht nach

Quentin Tarantino wird im kalten Krieg mit der amerikanischen Polizei nicht klein beigeben. Dies stellte er im Gespräch mit der Tageszeitung ‘Los Angeles Times’ klar.

Quentin Tarantino gibt im Polizeikrieg nicht nach

“Ich bin nicht eingeschüchtert. Ehrlich gesagt fühlt es sich ätzend an, wenn mich ein Rudel Polizisten einen Cophasser nennt. Ich bin kein Cophasser. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Das ist verleumderisch. So fühle ich mich nicht.” In ganz Amerika hatten sich in der letzten Woche Polizeigewerkschaften gegen den Star-Regisseur zusammengeschlossen, nachdem er bei einer Demonstration in New York gegen Polizeigewalt protestiert hatte. So wurde auch ein landesweiter Boykott seines neuen Kinofilms ‘The Hateful Eight’ gefordert, da dieser Gewalt verherrlichen würde.

Nun wehrte sich der 52-Jährige gegen die Vorwürfe, Polizisten als “Mörder” bezeichnet zu haben: “Nicht alle Cops sind Mörder. Das habe ich nie gesagt. Ich habe es nicht mal angedeutet. Was ich gesagt habe, war die Wahrheit. Ich bin daran gewöhnt, dass mich Leute falsch darstellen; ich bin daran gewöhnt, missverstanden zu werden.” Was die Polizei mit dem Boykott bezwecken wolle, sei offensichtlich: “Ihre Botschaft ist eindeutig. Sie wollen mich zum Verstummen bringen. Sie wollen mich in Verruf bringen.” Trotzdem wolle sich der ‘Oscar’-Preisträger davon nicht einschüchtern lassen und auch in Zukunft weiter für das Richtige kämpfen.

Foto: WENN.com