Donnerstag, 05. November 2015, 19:20 Uhr

"Die Bergretter": Luise Bähr über spektakuläre Actionszenen im Hochgebirge

Sechs neue Folgen von “Die Bergretter” werden ab heute donnerstags, 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Auch in der neuen Staffel ist die sympathische Berlinerin Luise Bähr nach ihrem Einstieg in der vorhergehenden Staffel zu sehen.

"Die Bergretter": Luise Bähr über spektakulärer Actionszenen im Hochgebirge

Die junge Pia Hoefling ist in der heutigen Folge allein in den Bergen unterwegs. Als sie in eine Notlage gerät, kommen ihr die Bergretter zu Hilfe. Doch dabei geraten sie selbst in Gefahr. Die Brücke, an der Pia hängt, gibt immer mehr nach, und sie drohen abzustürzen. Markus Kofler – mit dem Tobias Herbrechter im Zwist liegt – wird zu Hilfe geholt, und gemeinsam können sie Pia retten. Dann stellen sie fest, dass die Brücke manipuliert wurde… klatsch-tratsch.de sprach mit Luise Bähr.

Ab heute sind Sie in den neuen Folgen von „Die Bergretter“ als Rettungssanitäterin Katharina Strasser zu sehen. Welche Szenen sind Ihnen vom Dreh in der Ramsau in Österreich besonders in Erinnerung geblieben?
Ich liebe das Helikopterfliegen! Gleich zu Beginn der ersten Folge gibt es eine spannende Rettungsaktion am Seil bei offener Helikoptertür. Unter einem 1000 Meter Abgrund, das ist Adrenalin pur. Genau für solche Szenen liebe ich die Dreharbeiten zu „Die Bergretter“! Den Zuschauer erwarten hochemotionale Geschichten mit spektakulärer Action im Hochgebirge. Beeindruckend war auch der Dreh einer Lawinensuche bei minus 15 Grad mit Großaufgebot. Ein fast hoffnungsloses Unterfangen. Seitdem gehe ich auch privat mit noch mehr Respekt und nur noch mit Lawinenpiepser ins Gelände snowboarden.

"Die Bergretter": Luise Bähr über spektakulärer Actionszenen im Hochgebirge

Wie haben Sie sich auf die sportlichen Herausforderungen vorbereitet?
Ich bin ein aktiver Mensch und versuche das ganze Jahr über so viel Bewegung wie möglich in meine Freizeit einfließen zu lassen. Damit Sport ein Vergnügen und keine Aufgabe ist! Speziell für diesen Dreh habe ich zusätzlich Klettertraining genommen. Klettererfahrung ist bei unserem Dreh im hochalpinen Gebirge absolute Voraussetzung! Und Ausdauer sollte man auch haben, sonst kommt man auf 3000 Metern schnell mal aus der Puste. Nicht umsonst gibt es in der Ramsau ein internationales Trainingszentrum für Langläufer. Am Ende der Dreharbeiten ist man dann immer richtig fit. Kein Wunder nach dem Höhentraining!

Verbindet Sie auch privat etwas mit der Rolle?
Genau wie Katharina, liebe ich die Natur und die Berge. Ich bin zwar begeisterte Berlinerin, aber die Großstadtluft alleine reicht mir nicht. Mich zieht es regelmäßig in die Berge oder ans Meer. Ich brauche die Natur mit all ihrer Schönheit und Schroffheit, um mich wirklich frei zu fühlen.

In der RTL-Serie „Männer! Alles auf Anfang“, die kürzlich sogar für den Deutschen Comedypreis nominiert war, spielten Sie die Sexbombe Joyce Kopinski. Wie fühlt es sich an, sich selbst in einer solchen Rolle im TV zu sehen?
Es war ein Fest, für die Rolle Abgründe zu erforschen, verrückt zu spielen und mal die komödiantische Seite zeigen zu dürfen. Und wenn Sie die Szenen in Unterwäsche meinen? Fühlt sich gut an. Ich stehe zu meinem Körper und steckt nicht in jeder Frau auch ein wenig Sexbombe?

"Die Bergretter": Luise Bähr über spektakulärer Actionszenen im Hochgebirge

Joyce Kopinski steigert sich in der Serie ohne Rücksicht auf Verluste in ihren Kinderwunsch. Aktuell sind Sie nun selbst schwanger – war der Kinderwunsch bei Ihnen und Ihrem Partner schon länger präsent?
Irgendwann kommt der Punkt, an dem man soweit ist und denkt: Ich hätte gerne ein Baby! Unsere Herausforderung bestand jedoch darin, sich überhaupt zu sehen! (lacht) Wir sind beide beruflich bedingt unglaublich viel unterwegs. Die Rolle der Joyce hat mir aber eines gezeigt, nämlich, wie man es nicht machen sollte! Man sollte sich nicht unter Druck setzen und entspannt bleiben. Und mit etwas Glück, bekommt man dann schon bald das schönste Geschenk der Welt.

Ihr Partner ist der Kameramann Bernhard Jasper – könnten Sie sich selbst auch einen Job hinter der Kamera vorstellen?
Ich kann mir vieles vorstellen! Aktuell füllt mich mein Beruf als Schauspielerin aber ganz und gar aus. Jede Rolle birgt ein neues Erlebnis und ein neues Abenteuer, das ist das Schöne an unserem Beruf. Sollte ich aber irgendwann anfangen mich zu langweilen, bin ich die erste, die die Seiten wechselt. (lacht)

"Die Bergretter": Luise Bähr über spektakulärer Actionszenen im Hochgebirge

Zusammen mit ihm haben Sie kürzlich auch ein altes Heizhaus in Berlin ausgebaut. Gibt es noch mehr solcher Eigenschaften, die man ihnen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zugetraut hätte?
Ich bin eher Wildkatze, als Kätzchen! In der Tat wirke ich eher zierlich, da vermuten die wenigsten, die Handwerkerin, oder dass ich begeisterte Snowboarderin und Kiterin bin. Auch Autos haben es mir angetan; aktuell fahre ich ein World Ralley Car mit 220 PS, ein großes Vergnügen.

Durch ihre Jurytätigkeit beim International Short Film Festival in Berlin (10.-15.11.) werden Sie eine Menge Wettbewerbsfilme sichten und im Anschluss zusammen mit den anderen Jurymitgliedern einen Gewinner auszeichnen. Wie wichtig ist es Ihnen als Schauspielerin, dass Ihre Filme gut ankommen?
In erster Linie ist es mir wichtig, dass die Filme gesehen werden, egal wie sie ankommen. Denn auch ein Film der dem einen oder anderen nicht gefällt, kann etwas bewegen.

Fotos: ZDF/Thomas R. Schumann