Montag, 09. November 2015, 12:05 Uhr

Cristiano Ronaldo, sein Ego und sein Sohn: Die erste Filmdoku ist da

Seit heute ist die Doku “Ronaldo” im Kino und ebenso auch auf DVD. Ein 129 minütges Porträt über den Weltfußballer und den Mann mit dem übergroßen Ego. Von den Machern von ‘Senna’ und ‘Amy’ entstand somit ein Dokumentarfilm über eine der meist gefeierten Figuren im Fußball.

Cristiano Ronaldo, sein Ego und sein Sohn: Die erste Filmdoku ist da

Während der wichtigsten Saison seines Lebens begleitet das Filmteam Cristiano Ronaldo 14 Monate lang sowohl auf dem Spielfeld als auch privat. Die Dokumentation gewährt einen tiefen Einblick in das Leben des Spitzensportlers, globalen Superstars und Familienvaters auf dem Gipfel seiner Karriere. In intensiven persönlichen Gesprächen entsteht ein intimes Porträt von Ronaldo. Nie zuvor gesehenes Filmmaterial zeigt ihn im Kreise seiner engsten Familie und Freunde. Und vor allem auch im Umgang mit seinem Sohn, der im Gegensatz zu anderen Promikindern ungepixelt vor de Kamera gezerrt wird und vor allem ohne seine Mutter aufwachsen muß.

Auch Fußballerkollegen und Teammitglieder kommen zu Wort, um seinen außerordentlichen Werdegang zu beleuchten. Erleben Sie hautnah, welche Opfer Cristiano Ronaldo bringt, wie viel Schmerz und Isolation dazugehörten und vor allem welches Ausmaß an Entschlossenheit es brauchte, damit er einer der erfolgreichsten Fußballer der Sportgeschichte werden konnte.

Die in Madrid, Lissabon, Madeira, Brasilien und den USA gedrehte Dokumentation zeigt den Fußballer, den dreifachen Ballon d’Or-Gewinner und den Menschen Cristiano Ronaldo, wie wir ihn noch nie erlebt haben sollen. Einer seiner Off-Kommentare spricht Bände: “Es gibt Leute, die mich lieben. Es gibt Leute, die mich hassen. Aber das ist Teil des Erfolgs. Ich wurde dazu erschaffen, der Beste zu sein.”

Cristiano Ronaldo, sein Ego und sein Sohn: Die erste Filmdoku ist da

Vor allem erlebt man seine selbst gewählte Einsamkeit mit dem Sohn, dem er zwar ein extrem liebevoller Vater ist, aber immer wieder Küsse einfordert: “Ich komme nach Hause und trenne mich komplett von der Welt.” Aber man erlebt Cristiano Ronaldo auch als Famlienmensch, der längst als das Familienoberhaupt fungiert.

Besonders auffällig: In dem Film spielen Frauen überhaupt keine Rolle

Cristiano Ronaldo, sein Ego und sein Sohn: Die erste Filmdoku ist da

Regisseur Anthony Wonke erklärte in einem Interview mit der ‘Welt’: “Er ist schon ein paradoxer Mensch. Einerseits umgibt ihn dieser unfassbare Ruhm. Kaum jemand auf der Welt wird mehr bewundert als er. Andererseits lebt er sehr zurückgezogen, du kommst so gut wie gar nicht an ihn heran. Wir hatten uns also vorgenommen, ein wenig Licht in dieses geheime Leben zu bringen. Und er hat sich darauf eingelassen.”

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Cristiano Ronaldo, sein Ego und sein Sohn: Die erste Filmdoku ist da

Das Blatt hält Ronaldos Umgang mit seinem Sohn, der eigentliche Star des Films, für erschütternd.  (Ronaldos Off-Kommentar: “Manche Kinder lernen weder ihren Vater noch ihre Mutter kennen. Ein Vater ist gut genug.”) Warum dessen Mutter bisher nicht erwähnt wird, habe wohl seine Gründe. Wonke in dem Interview: “Er sagte nur, dass die Zeit kommt, wenn er es seinem Sohn und auch dem Rest der Welt erklären wird. Denn es ist ja klar, dass sein Sohn, sobald er erwachsen ist, wissen will, warum er seine Mutter nicht kennenlernen durfte. Vielleicht fürchtet sich Ronaldo ein wenig davor, es jetzt schon zu tun.”

Cristiano Ronaldo, sein Ego und sein Sohn: Die erste Filmdoku ist da

Fotos: Universal Pictures