Dienstag, 10. November 2015, 19:12 Uhr

Neues im Polizeikrieg: Quentin Tarantino erhält Rückendeckung

Quentin Tarantino wird von Polizeigewalt-Opfern in der aktuellen Boykott-Debatte unterstützt. Nicholas Heyward, dessen 13-jähriger Sohn 1994 von einem Beamten erschossen wurde, nachdem dieser seine Spielzeugpistole für eine echte Waffe gehalten hatte, erklärte laut der Webseite ‘fusion.net’.

Neues im Polizeikrieg: Quentin Tarantino erhält Rückendeckung

“Quentin Tarantino hat einfach die Wahrheit gesagt. Ich denke nicht, dass [PBA Präsident Patrick] Lynch irgendein Recht dazu hat, zu einem Boykott gegen einem so ehrbaren, guten Mann aufzurufen, der den weiten Weg von Kalifornien auf sich genommen hat, um die Familien zu stützen, deren Verwandten von der Polizei ermordet wurden.” Auch für LaReko Williams ist die Begegnung mit einem Polizisten tödlich verlaufen, als dieser ihn 2011 mit einer Elektroschockwaffe angegriffen hatte. Das Engagement des ‘Oscar’-Preisträgers findet sein Vater Meko Williams mehr als lobenswert: “Sehr wenige trauen sich, so klar Farbe zu bekennen und die Wahrheit über das auszusprechen, was wirklich passiert – nämlich, dass diese Kinder ermordet werden. Wenn sich jemand mit einer so hohen Reputation dafür einsetzt, haben meine Familie und ich das Gefühl: ‘Es sind nicht nur wir, die das sagen, sondern auch jemand von außerhalb.'”

Mehr: Quentin Tarantino gibt im Polizeikrieg nicht nach

In ganz Amerika hatten sich in den letzten Wochen Polizeigewerkschaften gegen den Star-Regisseur zusammengeschlossen, nachdem er bei einer Demonstration in New York gegen Polizeigewalt protestiert hatte. So wurde auch ein landesweiter Boykott seines neuen Kinofilms ‘The Hateful Eight’ gefordert, da dieser Gewalt verherrlichen würde. Tarantino selbst hatte bekannt gegeben, dass er auf jeden Fall weiter für das Richtige kämpfen wollte.

Foto: WENN.com