Montag, 16. November 2015, 16:48 Uhr

Spike Lee teilt in Dankesrede kräftig gegen Hollywood aus

Spike Lee (58) wurde am Samstag bei den ‚Governors Awards’ in Los Angeles der Ehren-Oscar überreicht. Das berichtet unter anderem das amerikanische Promiportal ‚Entertainment Weekly’. Lees Laudatoren waren dabei Denzel Washington (60), Samuel L. Jackson (66) und Wesley Snipes (53).

Spike Lee teilt in Dankesrede kräftig gegen Hollywood aus

In seiner Dankesrede teilte der US-Regisseur, der in seinen Filmen gesellschaftspolitische und soziale Themen behandelt, gegenüber Hollywood aus. Seiner Ansicht nach wären Schwarze in der Branche nämlich stark unterrepräsentiert. Er erklärte: „Jeder hier hat wahrscheinlich Obama gewählt. Aber wenn ich in die Büros gehe, sehe ich da keine Schwarzen, nur den Bruder am Eingang, der meinen Namen von der Liste abstreicht, wenn ich ins Studio gehe.“ Und er fuhr fort: „Es ist einfacher, als Schwarzer Präsident der USA zu werden, als der Präsident eines Studios […] oder einer Fernsehgesellschaft.“ Das US-Statistikamt hätte außerdem vorausgesagt, dass weiße Amerikaner im Jahr 2043 nur noch die Minderheit in dem Land bilden würden, so Lee weiter. Alle diejenigen, die Leute einstellen, sollten also klug sein, weil sie irgendwann mal für Schwarze arbeiten müssten.

Der ‚Malcolm X’-Regisseur hob jedoch die Arbeit der Academy-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs besonders hervor, die sich für die „Vielfalt in Hollywood“ einsetzen würde. Sie solle sich doch auch weiterhin dieser Sache widmen, denn es liege noch „ein weiter Weg“ vor allen. Spike Lee war nicht der einzige, der an diesem Abend mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet wurde. Auch die US-Schauspielerinnen Gena Rowlands (85) und Debbie Reynolds (83) kamen in den Genuss dieses Preises. Für Reynolds nahm dabei ihre Enkelin Billie Lourd (23) die Auszeichnung in Empfang. (CS)

Foto: WENN.com