Dienstag, 08. Dezember 2015, 20:53 Uhr

Scott Weiland: Ex-Frau Mary Forsberg-Weiland rechnet nach dessen Tod ab

Letzten Donnerstag (3. Dezember) war Scott Weiland mit nur 48 Jahren tot in seinem Tourbus aufgefunden worden. Jetzt hat seine Ex-Gattin Mary Forsberg-Weiland einen offenen Brief zum Tod des ehemaligen Stone-Temple-Pilots-Frontmann veröffentlicht.

Scott Weiland: Ex-Frau Mary Forsberg-Weiland rechnet nach dessen Tod ab

Der komplette Nachruf ist auf der Webseite des US-Musikmagazins ‚Rolling Stone’ zu lesen. Darin hob die zweite Ehefrau des Sängers nicht nur dessen gute Eigenschaften hervor. Forsberg-Weiland hatte den Musiker im Mai 2000 geheiratet und zwei gemeinsame Kinder mit ihm (Noah, 15 und Lucy, 13). 2007 ließ sich das Paar scheiden. Ihre Kinder sollen den Brief mit ihr zusammen verfasst haben. Darin fordert ihre Mutter unter anderem, dass Scott Weilands Tod nicht verherrlicht werden dürfe. Ihre Kinder hätten ihren Vater nämlich „schon vor Jahren verloren. Was sie am 3. Dezember wirklich verloren, war die Hoffnung.“ Der Sänger wäre zwar in der Öffentlichkeit als „liebender Familienvater“ dargestellt worden, der „schon jahrelang keine Drogen mehr nahm.“

Die Wahrheit sei aber eine andere gewesen: „Was ihr in Wirklichkeit nicht sehen wolltet, war ein paranoider Mann, der seine eigenen Songtexte vergaß und während seiner 15jährigen Zeit als Vater nur ein paar Mal mit seinen Kindern zusammen fotografiert wurde.“ Seiner Ex-Gattin zufolge sollen ihn diese nach der Scheidung offenbar auch nicht mehr interessiert haben. Als er neu heiratete, wären sie nicht zu der Hochzeit des Sängers eingeladen worden. Außerdem soll er es mit den Unterhaltszahlungen anscheinend auch nicht so genau genommen haben.

Der emotionale offene Brief endet schließlich mit der Feststellung: „Noah und Lucy erwarteten nie, dass ihr Vater perfekt ist. Sie hofften nur, dass er sich ein bisschen Mühe geben würde. Fortschritt, nicht Perfektion ist es, wofür eure Kinder beten. Unsere Hoffnung für Scott ist gestorben, aber für andere gibt es noch Hoffnung.“ (CS)

Foto: WENN.com