Freitag, 11. Dezember 2015, 20:17 Uhr

Lady Gaga spricht hier über ihre Vergewaltigung als Teenager

Popstar Lady Gaga (29) hat im Rahmen einer Diskussion über den US-Dokumentarfilm ‚The Hunting Ground’ in New York über ihre Vergewaltigung als Teenager gesprochen. Das berichtet das amerikanische Magazin ‚Us Weekly’.

Lady Gaga spricht hier  über ihre Vergewaltigung als Teenager

Der schockierende Streifen über die sexuellen Greueltaten auf amerikanischen Campussen ist bei der 88. Oscar-Verleihung am 28. Februar 2016 für die Kategorie ‚Bester Dokumentarfilm’ nominiert. Als Promo für den Bericht hat Lady Gaga bereits ihre emotionale Ballade ‚Til It Happens to You’ veröffentlicht. Gestern sprach die Golden-Globe-nominierte Schauspielerin in einer ‚TimesTalks’-Diskussion zu dem Film außerdem über ihre eigene schreckliche Erfahrung als Teenager.

Sie war selbst Opfer einer Vergewaltigung geworden und erzählte sieben Jahre lang niemandem davon: „Ich wusste nicht, wie ich damit zurechtkommen sollte. Ich wusste nicht, wie ich mir dafür nicht selbst die Schuld geben sollte oder denken sollte, dass es mein Fehler war. Es hat mein Leben wirklich verändert. Es hat total verändert, wer ich war.“

Die schlimme Erfahrung hätte ihr nicht nur seelisches Leid zugefügt, sie bekam auch körperliche Beschwerden. Sich immer wieder daran erinnern zu müssen, hätte sich bei ihr daher auch in fühlbaren Schmerzen ausgedrückt. Nachdem sie in einer Industrie arbeite, die auf Äußerlichkeiten fokussiert ist und Frauen sexualisiert, hätte sie sich zuerst selbst die Schuld für die Vergewaltigung gegeben: „Wegen der Art, wie ich mich anziehe und als Person provoziere, dachte ich, dass ich [die Tat] auf irgendeine Weise angezogen hätte. Das es mein Fehler war.“ Dann hätte sie aber gelernt, dass sie keine Schuld trifft, sondern nur den Täter. 2014 sei ihr in der US-Radioshow von Howard Stern (61) offenbar keine Wahl gelassen worden, erstmals über die schlimme Tat zu sprechen. Daraus sei Lady Gaga ihrer Aussage nach aber als „stärkere Person“ hervorgegangen. Jetzt wolle sie mit ihrem Bekenntnis ihren Fans helfen, denen möglicherweise dasselbe passiert ist. Sie sollten ihr schlimmes Geheimnis nicht für sich behalten, bis es sie zerstört. Stattdessen wolle sie ihre Anhänger dazu inspirieren, darüber zu reden und sich so davon zu befreien, so die Sängerin. (CS)

Foto: Pacific Coast News/WENN.com